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Video Grüne debattieren virtuell

Auf einem überwiegend virtuellen Parteitag wollen die Grünen bis zum Sonntag über ein neues Grundsatzprogramm entscheiden. Das bisherige ist fast 20 Jahre alt. Viel hat sich seitdem in der Bundesrepublik verändert, und auch die Grünen selbst treten längst anders auf, als in Strickpullover und Turnschuhen. Dass man bei der Bundestagwahl im nächsten Jahr stärkste Kraft werden will, ist für die in Umfragen auf Platz zwei rangierende Partei kein pro forma-Anspruch mehr. O-TON GRÜNEN-CHEF ROBERT HABECK "Ich weiß, es ist ein hoher Anspruch, ein kühner, vielleicht ein frecher? Aber wenn es stimmt, dass eine neue Zeit neue Antworten erfordert, dass eine neue Zeit, einen neuen Ton, eine Farbe der Hoffnung braucht, dann stellen wir uns diesem Anspruch. Dafür sind wir gegründet worden. 40 Jahre Geschichte. Die Erfahrungen aus den Regierungen und die Energie der Neueintritte. Sie haben uns zu diesem Punkt gebracht. Von hier an anders. Optimistisch arbeiten wir an Lösungen. Und für diese Lösungen kämpfen wir um die Macht." Zu Beginn des Parteitags hatte Grünen-Chefin Annalena Baerbock für umgehende Schritte in Richtung einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft geworben. "Es ist die Aufgabe unserer Generation, die Herausforderungen unserer Zeit, unsere Chance. Kritisch ist nicht 2040 oder 2050. Kritisch sind die 20er, die kommenden zehn Jahre. Jetzt beginnt das entscheidende Jahrzehnt. [...] Die Politik von Ihnen, liebe Union und liebe SPD, im Prinzip dafür, aber im konkreten dagegen, hat uns wertvolle Jahre gekostet. Neue Zeiten, immer die gleichen Antworten. Das funktioniert nicht." Das Wirtschaftssystem neu aufzustellen, bedeute keinen Klima-Umsturz, so Baerbock, sondern sei purer Selbstschutz. Zum neuen Grundsatzprogramm wurden Hunderte Änderungsanträge eingereicht. Die Delegierten können digital abstimmen.
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Die Partei will auf ihrer bis zum Sonntag dauernden Bundesdelegiertenkonferenz ein neues Grundsatzprogramm verabschieden.

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