VG-Wort Pixel

Video Haftbefehle im Fall der verschwundenen Studenten in Mexiko

Hunderte Demonstranten marschierten am Samstag am sechsten Jahrestag des Verschwindens von 43 mexikanischen Studenten durch die Straßen von Mexiko-Stadt. Dabei hielten sie große Fotos der mutmaßlich ermordeten Personen hoch. Zuvor hatten die mexikanischen Behörden Dutzende Haftbefehle gegen Polizisten und Soldaten erlassen, von denen sie glauben, dass sie am Verschwinden der Studenten im Bundesstaat Guerrero im Jahr 2014 beteiligt gewesen sein könnten. Die Überreste von nur zwei der vermissten Personen konnten bisher identifiziert werden. Cristina Bautista Salvador ist eine der Mütter, die ihr Kind verloren hat: ''Hoffnung, Glaube und Vertrauen trage ich in mir. Denn es soll alles getan werden, worum wir gebeten haben. Es gibt viele Fortschritte, aber wir haben noch keine Ergebnisse. Wir wollen genau wissen, was mit unseren Kindern geschehen ist. Wir marschieren mit der Hoffnung, dass wir einen Schritt weiter gekommen sind." Die Studenten waren am 26. September 2014 im Bundesstaat Guerrero verschwunden. Die Behörden vermuten, dass sie von Polizisten verschleppt wurden und an Mitglieder eines Drogenkartells übergeben wurden, die die jungen Leute schließlich verbrannten. Seitdem wurden Dutzende Leichen in Massengräbern in den umliegenden Bergen gefunden. Das mutmaßliche Massaker hat in Guerrero Massenproteste ausgelöst. Der mexikanischen Regierung werden Versäumnisse im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität vorgeworfen.
Mehr
In Mexiko-Stadt kamen Hunderte Menschen zusammen, um den 43 Studenten zu gedenken, die vor sechs Jahren verschwunden sind.

Wissenscommunity


Newsticker