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Video Heftige Kämpfe um Bergkarabach

Vom aserbaidschanischen Verteidigungsministerium am Mittwoch veröffentlichte Bilder zeigen schweres Geschütz, das reichlich Munition abfeuert. Das Ministerium teilte mit, dass seine Artillerie so Tag und Nacht im Einsatz sei. Die Ziele der Angriffe teilte es nicht mit. Ein weiteres Video, das am selben Tag veröffentlicht wurde, soll ein Dorf zeigen, das die aserbaidschanische Armee - Zitat - "von der Besatzung befreit habe". Nach Auffassung der aserbaidschanischen Regierung ist die Region Bergkarabach im Südkaukasus aserbaidschanisches und somit islamisches Gebiet. Hier leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Eriwan unterstützt. Aserbaidschan will sich die Region nun aneignen. Armenien und Aserbaidschan warfen sich zuletzt gegenseitig vor, die ausgehandelte Waffenruhe im Konflikt um Bergkarabach zu brechen. Die Waffenruhe galt erst seit dem Wochenende. Beide Länder hatten eine Woche zuvor aber schon einer Feuerpause zugestimmt, die dann mehrfach missachtet wurde. Da Armenien mit Russland verbündet ist und Aserbaidschan von der Türkei unterstützt wird, droht eine Ausweitung des Konflikts über die Region hinaus. Durch den Südkaukasus laufen wichtige Erdgas- und Öl-Pipelines. Die gegenwärtigen Kämpfe begannen am 27. September und sind mit über 1000 Toten die schwersten seit dem Krieg von 1991 bis 1994, in dem rund 30.000 Menschen getötet wurden.
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In dem Konflikt um die Südkaukasus-Region wurden bereits mehrere vereinbarte Waffenruhen gebrochen.

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