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Video Heftige Krawalle in Bogota

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota haben sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Einige Teilnehmer warfen Brandsätze und Steine auf die Sicherheitskräfte, die ihrerseits mit Tränengas und Blendgranaten schoss. In Kolumbien demonstrieren seit Tagen viele Menschen gegen Polizeigewalt. Anlass war der Tod eines Familienvaters. Er starb in der vergangenen Woche, nachdem er von der Polizei mehrfach mit Blendgranaten beschossen worden war. Auch diese Frau verlor ihren Mann durch Polizeigewalt. O-TON MAYRA PAEZ, WITWE: "Es war kein Querschläger, es waren vier Geschosse. Er wurde von Kugeln durchsiebt. Zurück bleibt ein Sohn, der seinen Vater niemals kennenlernen wird, der nicht mit ihm aufwachsen wird. Mein Schmerz ist nicht nur der einer Ehefrau, sondern auch der einer Mutter. Bitte behalten Sie im Blick, dass mein Sohn durch Gewalt der Polizei zum Halbweisen wurde." Bei den Unruhen kamen bisher zehn Demonstranten ums Leben, Hunderte weitere wurden verletzt, viele davon durch Schüsse. Auch 200 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte die Regierung mit. Die Bürgermeisterin von Bogota Claudia Lopez bat die Angehörigen der Opfer um Verzeihung und kündigte an, die Polizei neu aufzustellen. Sie rief beide Seiten zur Versöhnung auf.
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In der kolumbianischen Hauptstadt demonstrieren seit einigen Tagen viele Menschen gegen Polizeigewalt.

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