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Video Impfen oder nicht impfen?

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, da kann man sich genauso wie gegen Grippe auch gegen Covid-19 impfen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, das es noch in diesem Jahr so weit sein wird. Doch wie steht es mit der Bereitschaft, sich auch impfen zu lassen? Umfragen sagen, dass sich 27 Prozent der Befragten sofort impfen lassen würden, weitere 30 Prozent nach einer Empfehlung durch ihren Arzt und 28 Prozent würden zunächst abwarten, bis andere geimpft worden sind. Zehn Prozent der Befragten lehnen eine Impfung ab. Stimmen aus München: "Klar, man sollte vielleicht die Sache auch mal ein bisschen beobachten, wie sind so die ersten Auswertungen? Aber es gibt ja schon genug Testpersonen. Also ich denke, allgemein sehr gute Sache, ja, wenn der Impfstoff rauskommt." "Also wenn es so wird wie angekündigt, dass sich die Ärzte zuerst impfen lassen, dann lass ich mich auch sofort impfen." "Ich würde mich wahrscheinlich impfen lassen, weil mir der Schutz wichtiger ist wie dieses Risiko, dass vielleicht es Langzeitwirkung dann dahinter steckt." Der Münchener Kinderarzt und Sprecher des Vereins "Ärzte für individuelle Impfentscheidung" Steffen Rabe hat da eine andere Meinung. Alle wesentlichen Fragen zu den in der Diskussion befindlichen Covid-Impfstoffen seien noch völlig unbeantwortet, sagt er. "Wir wissen nicht, schützen diese Impfstoffe tatsächlich nachhaltig, anhaltend? Schützen sie überhaupt vor schweren Verlaufsformen? Wir brauchen keine Impfungen, die ein bisschen Husten und ein bisschen Fieber verhindern. Wir brauchen Impfungen, die letztendlich die schweren Verlaufsformen, die Lungenentzündungen verhindern. Ob die das können, ist völlig offen. Daraufhin wurden die Zulassungsstudien überhaupt gar nicht ausgelegt." Die Deutschen müssten keine Angst haben, dass sie mit etwas geimpft würden, was nicht ausreichend getestet wurde, meint dagegen Stephan Hofmeister. Er ist Vize-Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). "Es ist trotz der Eile bisher genau so vorgegangen worden, wie es sonst auch der Fall ist. Der große Unterschied ist, dass diesmal alle weltweit sich auf ein Ziel konzentriert haben und ungeheuer viel Geld auch in dieses Ziel geflossen ist, wissenschaftlich gearbeitet werden konnte an vielen Stellen gleichzeitig. So ein Aufwand wurde noch nie betrieben." Eine Impfpflicht soll es in Deutschland nicht geben. Das haben Spahn und andere führende Politiker immer wieder betont. Damit muss am Ende jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht.
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Die Meinungen zu Impfungen gegen Covid-19 gehen in Deutschland auseinander.

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