VG-Wort Pixel

Video Impfung in der Moschee

Sonderimpfung in der Kölner Zentralmoschee. Am Samstag standen in der Rheinmetropole dabei 2000 Dosen des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca zur Verfügung, außerdem einige Dosen von Johnson&Johnson. Los ging es morgens um halb zehn. Schon vorher hatten sich Impfwillige eingefunden - ganz ohne Termin. Die allgemeine Einladung erging vorrangig an Bewohner von Stadtteilen, die als Hotspots gelten, mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 300. "Der Ort ist mir jetzt eigentlich relativ egal, wo ich geimpft werde, muss ich sagen. Ich denke, je schneller desto besser." "Also, ich bin auf jeden Fall hierher gekommen, um mich impfen zu lassen. Für mich ist das kein Problem, solange das auch für die Leute, die hier regelmäßig in die Moschee gehen kein Problem darstellt." "Ich fand die Tatsache, dass es hier gemacht wird dazu ganz spannend. Ich war vorher noch nicht in der Moschee, deswegen finde ich das schön." Murat Sahinarslan ist Direktor des Moschee-Forums. "Die ersten Menschen standen schon um sechs hier. Und die Muslime sind halt im Ramadan, schlafen ein bisschen später aus. Wenn sie heute zum Mittagsgebet kommen, in der Hoffnung auch sich impfen zu lassen, werden sie natürlich sehr enttäuscht sein, wenn sie die Schlange sehen. Aber wir gehen davon aus, dass es dann morgen früh ein höherer Anteil von muslimischen Mitbürgern hier sein wird." Zuletzt hat sich die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland im Wochenvergleich weiter abgeschwächt: Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 15.685 Neuinfektionen. Das sind 3250 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag von 125,7 auf 121,5. Die regionalen Unterschied bei den Ansteckungen aber ist weiter groß.
Mehr
Mit einer Sonderimpfung sollten am Samstag vor allem Bewohner aus Stadtvierteln mit einer Wocheninzidenz von über 300 immunisiert werden.

Wissenscommunity


Newsticker