VG-Wort Pixel

Video In den USA wird das Benzin knapp

Lange Schlangen vor den Tankstellen an der US-Ostküste. Die Angst der Autofahrer, kein Benzin mehr zu bekommen, ist groß. Denn zahlreiche Tankstellen von Florida bis Virginia sitzen auf dem Trockenen. Und die Benzinpreise sind gestiegen. Der Grund: Die Pipeline, die fast die Hälfte der amerikanischen Ostküste mit Treibstoff versorgt, ist nach einem Hacker-Angriff immer noch abgeschaltet. Die US-Regierung warnt vor Panikkäufen von Benzin. Bis zum Wochenende werde sich die Situation normalisieren, sagte die amerikanische Energieministerin Jennifer Granholm. "Lassen Sie mich betonen, dass es ebenso, wie es keinen Grund gab, zu Beginn der Pandemie beispielsweise Toilettenpapier zu horten, es jetzt keinen Grund geben sollte, Benzin zu horten. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Pipeline bis zum Ende dieser Woche und über das Wochenende im Wesentlichen betriebsbereit sein sollte." Am Wochenende hatte Colonial Pipeline sein gesamtes Rohr-Netzwerk an der US-Ostküste abschalten müssen. Das Unternehmen war mithilfe sogenannter Ransomware angegriffen worden. Dabei infiziert ein Virus einen oder mehrere Rechner und verschlüsselt wichtige Daten. Hacker fordern anschließend ein Lösegeld als Gegenleistung für das Passwort zur Entschlüsselung der Daten. Die US-Regierung arbeitet mit Colonial bei der Bekämpfung des Hacker-Angriffs zusammen. Die Geheimdienste prüfen nach Regierungsangaben auch, ob die Hacker Verbindungen zur russischen Regierung haben. Durch einige kleinere Leitungen fließt den Angaben von Colonial zufolge zwar wieder Treibstoff. Die Haupt-Pipelines seien aber immer noch abgeschaltet.
Mehr
Die Pipeline, die fast die Hälfte der amerikanischen Ostküste mit Treibstoff versorgt, ist nach einem Hacker-Angriff immer noch abgeschaltet.

Wissenscommunity


Newsticker