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Video Italien will erneuten Lockdown vermeiden

Mailand gehörte im März zu den Epizentren der Corona-Pandemie in Europa. Im Norden Italiens schlug die Atemwegserkrankung Covid-19 als erstes und besonders hart zu. Und parallel zu den Verläufen in ganz Europa, steigen auch hier die Infektionszahlen wieder, nachdem sie sich über den Sommer verringert hatten. Die Leute bleiben zwar ruhig, sind sich aber durchaus der schweren Lage bewusst: WALTER MONTINGELLI, 50: "Es besteht immer die Gefahr einer Ansteckung mit der Krankheit. Und wir wissen nicht, wie es weitergehen wird. Wir hoffen, dass der Anstieg nicht so extrem verläuft wie in anderen Ländern. Zum Beispiel so, wie wir es in Frankreich, England und Deutschland sehen. Denn die sind doch im Moment noch deutlich schlechter dran als wir." O-TON ANGELO ROTA, 74: "Es ist gelingt uns nicht, mit diesem Problem fertig zu werden. Aber leider ist es überall auf der Welt so - auch wenn sich die Situation hier schon wieder verschlechtert." Aber nicht nur in Mailand lassen sich nun viele Personen testen. Im ganzen Land verschärft sich die Lage. Und die Sorgen, dass es hier wieder zu einem Lockdown kommt, sind groß. Daher hat Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend neue Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verkündet. Bürgermeister erhielten die Erlaubnis, öffentliche Plätze und Straßen ab 21.00 Uhr abzusperren, um Massenansammlungen zu vermeiden. Auch müssten Spielhallen und Wettbüros um 21.00 Uhr schließen. Es werde alles dafür getan, einen erneuten Lockdown zu vermeiden, so der Ministerpräsident. Und die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt hier sowieso schon länger. Italien verzeichnete am Sonntag mit rund 11.700 Fällen erneut einen Rekordwert. Weitere 47 Menschen starben an oder mit dem Virus. Das sind zwar weit weniger als auf dem Höhepunkt der Pandemie in Italien im März und April, als täglich mehr als 900 Menschen an den Folgen der Infektion starben, aber trotzdem genug, um sich berechtigterweise Sorgen zu machen.
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Premierminister Giuseppe Conte hat in Rom eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben.

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