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Video Japans Parlament wählt Yoshihide Suga zum neuen Ministerpräsidenten

Japan bekommt nach fast acht Jahren einen neuen Regierungschef. Das Unterhaus des Parlaments wählte Yoshihide Suga am Mittwoch zum Ministerpräsidenten. Er folgt auf dem Posten Shinzo Abe nach, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Bereits am Montag hatte die Regierungspartei LDP, die im Parlament die Mehrheit hat, Suga zum neuen Parteichef gemacht. Der 71-Jährige ist ein Weggefährte Abes und will dessen Kurs aktiver Wirtschaftsförderung fortsetzen. Auch sonst deutet wenig auf einen Kurswechsel hin. Japanischen Medien zufolge soll etwa die Hälfte des neuen Kabinetts aus Mitgliedern des Kabinetts Abe bestehen. Es wird nur zwei Frauen geben. Und das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren. Abe war seit Dezember 2012 Ministerpräsident des Landes und Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei. Am Mittwoch verabschiedete er sich mit diesen Worten: "Seit ich die Regierung übernommen habe, habe ich jeden Tag hart daran gearbeitet, die Wirtschaft wiederzubeleben und eine Diplomatie zu betreiben, die das nationale Interesse schützt. Während dieser Zeit bin ich stolz darauf, zusammen mit dem japanischen Volk verschiedene Herausforderungen angenommen zu haben". Abe hat in seiner Amtszeit auch die Verteidigungsausgaben hochgefahren. Im Jahr 2014 legte seine Regierung die Verfassung neu aus, so dass japanische Truppen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg an Auslandseinsätzen teilnehmen konnten. Sein Nachfolger Suga steht nun vor einer Fülle von Herausforderungen. Darunter die Bewältigung der Corona-Pandemie bei gleichzeitiger Wiederbelebung der angeschlagenen Wirtschaft.
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Er folgt auf dem Posten Shinzo Abe nach, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

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