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Video Karneval - so wie wir ihn kennen - findet nicht statt

Knapp zwei Monate vor Beginn der Karnevalssaison hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen größeren Veranstaltungen wegen Corona eine Absage erteilt. Der Chef der Düsseldorfer Staatskanzlei, Liminski, am Freitag nach einem Treffen mit Karnevalsorganisatoren: "Einen Karneval, so wie wir ihn kennen, wird in Zeiten der Pandemie nicht möglich sein. Der Karneval zeichnet sich bei all seiner politischen und gesellschaftskritischen Bedeutung auch und gerade dadurch aus, dass er von großer Geselligkeit, von herzlicher Miteinander der Menschen lebt. Große Menschenansammlungen, Schunkeln, Singen und Bötchen verteilen in großer Ausgelassenheit und oft auch verbunden mit Alkoholkonsum. All das ist in der Pandemie so nicht denkbar." Andere Veranstaltungen, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln berücksichtigt würden, seien hingegen erlaubt, fügte er hinzu: "Wir rufen daher einen Karnevalisten zu mit Blick auf den elften im elften Fahrt an den tollen Tagen nicht in die Karnevalshochburg, sondern feiert dort, wo es sicher ist, feiern zu Hause feiert, im kleinen Kreis feiert, so dass ihr dabei auch Verantwortung übernimmt für andere. Den Städten empfehlen wir als Landesregierung ein Alcohol und gegebenenfalls Verbot an neuralgischen Punkten. Und wir tun dies mit ausdrücklicher Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände." Notleidenden Karnevalsvereinen versprach die nordrhein-westfälische Landesregierung Unterstützung. Ein bereits bestehendes Hilfsprogramm für Vereine werde verlängert und so ausgestaltet, dass es auch für Karnevalsvereine gelte. Es stünden rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Am Samstag äußerte sich dazu Stefan Kleinehr, Vizepräsident vom Düsseldorfer Karneval: "Aus dieser Situation gestärkt rausgehen im Nachhinein. Wenn wir das schaffen. Kreativ zu sein, trotzdem einen Karneval zu feiern, einen etwas anderen Karneval. Ich glaube, da wird man sich sehr, sehr lange erinnern. Da kann ein Prinzenpaar, ein Dreigestirn, Geschichte schreiben und ebenfalls jeder einzelne Verein, der sich erfolgreich daran beteiligt hat." Zur Erinnerung: Zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland Anfang des Jahres war der nordrhein-westfälische Landkreis Heinsberg wegen einer Karnevalssitzung in die Schlagzeilen geraten. Dort war es nach der Veranstaltung zu einer frühen und massenhaften Ausbreitung des Erregers gekommen. Einen solchen Verlauf will man daher nicht erneut riskieren.
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Notleidenden Karnevalsvereinen verspricht die nordrhein-westfälische Landesregierung Unterstützung.

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