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Video Keilerei im Parlament

Bilder, die an eine Keilerei auf einem Schulhof erinnern. Im bolivianischen Parlament ist am Dienstag ein handfester Streit ausgebrochen. Oppositionspolitiker Henry Romero und Antonio Colque von der regierenden sozialistischen Partei gingen aufeinander los. Letzterer trug sichtbare Verletzungen davon. "Sie haben mich gepackt und auf den Rücken geworfen. Das darf nicht sein. Wir weisen diese Art der physischen, psychologischen und verbalen Gewalt entschieden zurück. Wir leben nicht mehr in Zeiten des Rassismus", so Colque. Gegenstand des Streits waren jüngste Ereignisse der bolivianischen Politik. Im Jahr 2019 war Boliviens Präsident Evo Morales nach andauernden Protesten gegen seine Regierung zurückgetreten. Einer der Vorwürfe: Mit seinem Antritt zu einer vierten Amtszeit habe er gegen das Gesetz verstoßen. Bei Protesten außerhalb von La Paz kamen damals mindestens 33 Menschen ums Leben. Elf Monate war eine Übergangsregierung im Amt. Dann gewann Morales ehemaliger Wirtschaftsminister die Wahl und ebnete so den Weg für eine Rückkehr des ehemaligen Präsidenten. Die Chefin der Übergangsregierung musste in Haft. Man warf ihr vor, einen Coup gegen Morales unterstützt zu haben. Genau darüber hatte das Parlament debattiert, als der Streit zwischen den beiden Parlamentariern eskalierte.
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Es waren jüngere Ereignisse der bolivianischen Politik, die einen Streit zwischen zwei Parlamentariern eskalieren ließen. Auch andere Abgeordnete lagen sich buchstäblich in den Haaren.

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