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Video Klöckner beklagt "dramatischen Zustand" des Waldes

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat den desolaten Zustand der deutschen Wälder beklagt. Am Donnerstag bei einer Begehung im Berliner Grunewald sagte sie: "Der Wald ist in einem dramatischen Zustand. Wir müssen gar nicht drum herumreden. Er ist in einem Dauerstress, unser Wald. Es ist nicht nur der Sturm gewesen, es sind nicht nur die drei Dürrejahre gewesen. Es ist natürlich auch die Anfälligkeit für Schädlinge. Das sehen wir ganz klar. Und selbst, wenn wir Geld in die Hand nehmen, und das tun wir. Als große Koalition, als Bundesregierung haben wir jetzt, wenn wir es zusammennehmen - wir haben den Klimafonds, wir haben jetzt aus dem Konjunkturprogramm noch mal Geld bekommen - da sind wir bei rund 1,5 Milliarden Euro. Aber - das haben wir auch gestern besprochen - wenn man das umrechnet pro Hektar, dann wird es wieder sehr überschaubar." Aber jeder Bürger könne etwas für die Gesundung des Waldes beitragen, betonte sie: "Jeder Baum, der heute nicht gepflanzt wird, der fehlt den Enkeln und Urenkeln. Und deshalb sage ich ja, die Bundeswaldtage, die Deutschen Waldtage, sind für uns ein wichtiger Punkt, um deutlich zumachen, jeder kann auch was tun, kann Bäume pflanzen oder Pate werden für Baumpflanzungen und aufmerksam durch die Welt und durch die Wälder gehen." Engagierte Forstwirte haben schon länger die Absicht, Bäume zu pflanzen, die mit dem sich erwärmenden Klima auch in 80 oder 100 Jahren zurechtkommen. Gute Erfahrungen wurden da beispielsweise mit speziellen Eichenarten gemacht, wie der Flaumeiche, die im südlichen Europa beheimatet ist. Und weil sie eng mit den heimischen Eichenarten verwandt ist, wird sie gern von ähnlichen Lebewesen wie Insekten, Spinnen und Pilzen besiedelt.
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Dürre, Schädlinge und Stürme setzen den deutschen Wäldern stark zu.

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