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Video Klöckner lobt EU-Agrarreform als "Systemwechsel"

Die Einigung der EU-Staaten auf eine Reform der gemeinsamen Agrarpolitik stößt auf ein geteiltes Echo. Die Minister hatten sich darauf verständigt, die Höhe der Agrarsubventionen zu erhalten, aber die Auszahlung teilweise an zusätzliche Kriterien zu knüpfen. Neu ist, dass 20 Prozent der Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe gehen sollen, die Umweltprogramme nutzen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wertete die Einigung als Meilenstein: "Das war eine wegweisende Entscheidung, die wir getroffen haben, denn diese Maßnahmen liefern auch einen messbaren Beitrag zur Erreichung von Umwelt- und Klimaschutzzielen. Und die Öko-Regelungen müssen die Mitgliedsstaaten wie gesagt verpflichtend auch einführen. Das ist an Anforderungen geknüpft." Kritik kam dagegen von Umweltschützern und Opposition. Klöckner und viele ihrer europäischen Kollegen hätten sich für eine klassische Klientelpolitik für Großbetriebe zu Lasten bäuerlicher Familienbetriebe und der Umwelt entschieden, hieß es bei Greenpeace. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach von einem "schwarzen Tag" für Landwirtschaft: "Nämlich das Beste, was man über diese Beschlüsse noch sagen könnte, wäre, es geht weiter so wie bisher. Es werden für die nächsten sieben Jahre über 350 Milliarden Euro ausgegeben dafür, dass nahezu kein Artenschutz stattfindet, dass zu wenig Klimaschutz stattfindet und dass das Sterben der Höfe weitergeht." Die Einigung der europäischen Argrarminister war lange umstritten. Polen und einige andere osteuropäische Länder sperrten sich gegen Umweltauflagen. Sie wollten, dass die Regierungen selbst entscheiden können, wie die milliardenschweren Agrarsubventionen verteilt werden.
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Kritik kam dagegen von Umweltschützern und Opposition.

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