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Video Kühnert: Jusos wollen Scholz kritisch begleiten

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Kevin Kühnert (SPD), Juso-Chef: "Wir sind davon überzeugt, dass Kritik, insbesondere an einer linken, einer sozialdemokratischen Partei, selbstverständlich dazugehört. Wir werden auch als Jusos, als Parteilinke, mit dem heutigen Tag, das geht auch gar nicht bei uns, sie kennen uns, nicht aufhören, kritisch zu sein. Wir werden uns nicht zufrieden geben mit dem, was errungen und auf Parteitagen beschlossen wurde. Das ist überhaupt gar keine Frage. Wir werden Olaf Scholz und die Parteispitze daran messen, dass sie gestern klar gesagt haben, die Union soll aus der Regierung. Natürlich werden wir darauf dringen, dass Möglichkeiten für ein Fortschrittsbündnis in Deutschland genutzt werden. Natürlich werden wir darauf dringen, dass bei aller Freude darüber, dass erstmals ein Kohleausstieg in Deutschland gesetzlich verankert worden ist, es schneller gehen muss, weil wir die Rufe ja hören von den vielen, die uns zu Recht darauf hinweisen, dass die Zeit uns davonläuft. Natürlich werden wir uns für diese und viele andere Themen mehr einsetzen und auch die eigene Partei, so kennen sie uns, dort treiben, wo es notwendig ist. Aber wir tun das in dem Wissen und der Erkenntnis, dass wir - und das ist der Unterschied zu den vergangenen Jahren - in eine gemeinsame Richtung laufen, dass wir keine Verteidigungskämpfe und Rückzugsgefechte führen, sondern dass diese Partei wieder eine gemeinsame Bahn aufgenommen hat, in der man sich eine gemeinsame Vorstellung auch von Politik hinbewegt. In dem Wissen, dass diese Kritik trotzdem notwendig sein wird und von uns geleistet werden wird, dass wir nicht in Jubel verfallen und Olaf Scholz mit großer Gewissheit auch nicht Ehrenvorsitzender der Jusos mehr in diesem Leben werden wird. Damit kann er leben. Damit können wir leben. Und es ist auch gar nicht notwendig, dass er das wird. In dieser Erkenntnis werden wir jetzt in den nächsten Wochen und gerade in den Programmprozess reingehen, denn das ist für uns das Allerwichtigste. Dort haben wir die größten Erfolge als Jusos errungen. Dort haben wir im vergangenen Jahr mit dem Mitgliederentscheid über den Vorsitz auch ein Votum von einer Mehrheit der Mitglieder bekommen. Und das ist danach nicht zähneknirschend akzeptiert worden, sondern das trägt sich seitdem in solidarischer Zusammenarbeit und nicht etwa in Boykott und Unterwanderungsversuchen in der SPD durch."
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Die Jusos würden Olaf Scholz und die Parteispitze an ihrer Aussage messen, dass die Union nicht mehr in der Regierung sein solle, sagte Juso-Chef Kevin Kühnert.

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