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Video Kurz nach Börsengang: Hensoldt-Aktien bröckeln ab

Der zweite Börsengang nach der Sommerpause in Deutschland ist perfekt. Der Rüstungszulieferer Hensoldt ging am Freitag an die Frankfurter Börse, allerdings anders als auf diesen Bildern vom Morgen zunächst zu sehen, mit Verlusten. Die Aktien des Rüstungskonzerns sind auf Talfahrt gegangen. Lag der erste Kurs mit 12,00 Euro zunächst noch auf dem Niveau des Ausgabepreises, ging es anschließend bis auf 10,73 Euro nach unten. Die Aktien waren bereits am unteren Ende der Preisspanne zugeteilt worden. Ein Brösengang war möglich, auch weil das Unternehmen die Coronakrise gut überstanden habe, und große Aufträge reingekommen seien, so CEO Thomas Müller: "Wir sind natürlich in keinen einfachen Zeiten. Wir sind in unseren Partnerländern, den deutschen Partnern, in der Nato sind wir natürlich auch einer derjenigen, die für die Sensorik und die Verteidigungselektronik eine große Rolle spielen. Und das macht natürlich auch die Zukunft unseres Unternehmens aus und vor allen Dingen des Wachstumspotenzial, was wir haben." Das Unternehmen aus Taufkirchen bei München und sein Mehrheitseigentümer, der US-Finanzinvestor KRR, haben mit dem Börsengang zusammen 460 Millionen Euro eingenommen. "Und was machen wir mit so viel Geld? Wir verringern natürlich unsere Schulden, aber wir investieren auch in die Zukunft, in zukünftige Programme. Und wir wollen natürlich auch unseren weltweiten Aufsatz stärker ausbauen." Die Bundesregierung, die wegen der großen Bedeutung für die Bundeswehr ein strategisches Interesse an Hensoldt geltend macht, hatte sich für die Zeit nach dem Börsengang ein Vorkaufsrecht für bis zu 25,1 Prozent der Anteile gesichert. Sie müsste dafür bis zum Jahresende 600 Millionen Euro zahlen - gut das Doppelte wie die übrigen neuen Aktionäre.
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Die Papiere des deutschen Rüstungskonzerns aus Taufkirchen bei München sind am Freitag von zwölf auf 10,73 Euro abgefallen.

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