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Letzter Aufruf Tegel: Am 8. November soll am Flughafen "Otto Lilienthal" im Norden von Berlin das allerletzte Flugzeug abheben. Auf der Besucherterrasse darf seit einigen Wochen coronaregelkonform Abschied vom Flughafen genommen werden. Das macht auch Christina Bücher-Gärtner. Sie hat ein Foto dabei aus der Zeit kurz vor der Eröffnung des damals hochmodernen Sechseckes im Jahre 1974: "Ich fand es sehr lustig, als ich gelesen habe, dass man jetzt noch ma lauf die Besucherterrasse gehen kann. Ich war da, bevor es eröffnet wurde, und jetzt bin ich mit meiner Familie da, bevor es geschlossen wird." Einmal gab es auch eine sehr frostige Zeit damals: "1978, '79 war ja dieser starke Winter mit ganz viel Schnee, und da bin ich dann zu Fuß, also wir wohnten nicht so weit, mit dem Schlitten zum Flughafen, Koffer auf dem Schlitten. Ich glaube, da sgeht bei keinem anderen Flughafen, weil das alles viel weiter ist .Also, es ist besonders, muss ich sagen hier." Heute sagt sie, sie sehe die Schließung von Tegel mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Ich bin auch in Siemensstadt zur Schule gegangen, und immer, wenn die Flugzeuge rüberflogen, war der Unterricht unterbrochen. Das fanden wir sehr schön. Und dann haben wir aber auch mal zehn Jahrein der Einflugschneise in Pankow gewohnt. Das gehört irgendwie dazu. Trotzdem bin ich ganz froh, dass der Lärm und der Schmutz dann vorbei ist. Also, es ist sehr ambivalent." Der Flughafen Berlin-Tegel schließt ziemlich genau eine Woche nachdem am anderen Ende der Hauptstadt der neue Großflughafen BER „Willy Brandt" an den Start gegangen sein soll. Weitere Wege damit wohl für die einen, mehr Lärm dann sicher für manch andere.
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Der Flughafen im Norden Berlins soll am 8. November schließen - eine Zeitzeugin erzählt.

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