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Wer am frühen Mittwochmorgen vom australischen Bundesstaat Victoria über die Grenze nach New South Wales wollte, wo die Millionenmetropole Sydney liegt, der musste eine Reiseerlaubnis vorweisen. Ansonsten drohte eine empfindliche Geldstrafe von umgerechnet rund 7000 Euro sowie Gefängnis. Hunderte Beamte kontrollierten die Grenzübergänge. Grund für diese Maßnahme der Regierung ist eine steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in Melbourne im Bundesstaat Victoria. In der Stadt mit etwa 4,9 Millionen Einwohnern wurden offiziellen Angaben zufolge jüngst rund 200 neue Infektionsfälle festgestellt. Von Mittwoch an dürfen daher die Einwohner Melbournes sechs Wochen lang ihre Häuser nur noch verlassen, wenn es unbedingt nötig ist - zum Beispiel für den Einkauf von Lebensmitteln, für Arztbesuche oder weil sie zur Arbeit müssen. Eine Grenzschließung zwischen den zwei Bundesstaaten, in denen sich die bevölkerungsreichsten Städte des Landes befinden, wurde erst einmal vor gut 100 Jahren durchgeführt. Damals war es wegen der Spanischen Grippe.
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Nach steigenden Coronavirus-Infektionszahlen in Melbourne wird der Bundesstaat dicht gemacht.

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