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Video Lübcke-Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Im Prozess um den rechtsextremistisch motivierten Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist der Hauptangeklagte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Für Stephan Ernst stellte das Oberlandesgericht Frankfurt am Donnerstag die besondere Schwere der Schuld fest und behielt sich die Anordnung einer Sicherheitsverwahrung vor. Der Mitangeklagte Markus H. wurde den Angaben zufolge wegen eines Waffendelikts zu einer Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Lübcke hatte sich als Regierungspräsident in der Flüchtlingskrise für einen humanen Umgang mit Migranten und Asylbewerber starkgemacht und war deshalb vielfach angefeindet worden. Er war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Das Gericht sah es nun als erwiesen an, dass Ernst der Täter war. Ausschlaggebend für die Tat sei die von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit getragene völkisch-nationalistische Grundhaltung von Stephan Ernst, hatte die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift festgestellt.
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Für Stephan Ernst stellte das Oberlandesgericht Frankfurt am Donnerstag die besondere Schwere der Schuld fest. Der Mitangeklagte Markus H. wurde den Angaben zufolge wegen eines Waffendelikts zu einer Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt.

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