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Video Militär verteilt Schutzmasken an Indigene

Das brasilianische Militär hat Gesichtsmasken an das indigene Volk der Yanomami verteilt, die isoliert im Amazonas leben. Die Coronavirus-Pandemie hat sich hier auf Dutzende Gemeinden ausgebreitet, und bedroht Bewohner des Regenwalds enorm. Jüngst sollen rund 20.000 Goldschürfer in das größte Reservat Brasilien eingedrungen sein. Laut Aussagen der Yanomami hätten sie nicht nur Flüsse vergiftet und Bäume gerodet, sie hätten auch das Coronavirus mitgebracht. Eine indigene Dachorganisation appellierte an die Regierung, sie besser zu schützen und Eindringlinge aus den Reservaten verschiedener indigener Gemeinden zu entfernen. Der Dachverband sagte, bis zum 27. Juni seien 405 Indigene an COVID-9 gestorben und fast 10.000 erkrankt. Diese Militärsanitäterin erzählt: „Als wir ankamen waren alle ein bisschen ängstlich, haben uns aus der Ferne beobachtet, aber dann haben sie uns langsam vertraut, kamen näher und alles ging gut, am Ende hat ihnen die Versorgung gefallen, es hat sich gelohnt." Im Rest des Landes ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf über 60.000 gestiegen. Die Zahl der Infizierten liegt bei knapp 1,5 Millionen, weltweit die zweithöchste Fallzahl.
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Brasilien hat weltweit mit die meisten Covid-19 Fälle. Auch die Bevölkerung im Regenwald ist von dem Virus enorm bedroht.

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