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Video Mit Wäscheleinen für die Freiheit

Wäschestücke auf einer Leine - wer darunter hindurch läuft, zieht Unglück auf sich. Mit diesem Aberglauben versuchen Demonstranten in Myanmar, Soldaten auf Abstand zu halten. Am Samstag gingen erneut Menschen auf die Straße, um gegen den Militärputsch vom 1. Februar zu demonstrieren. Lokalen Medienberichten zufolge gingen Sicherheitskräfte dabei wieder mit Tränengas gegen Demonstranten vor. Wenige Stunden zuvor hatte die Sondergesandte der Vereinten Nationen den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, gegen das Militär im Land vorzugehen. Dabei verwies sie auf Dutzende Menschen, die vom Militär in den vergangenen Tagen erschossen wurden. Die Vereinten Nationen sprechen von mehr als 50 Toten. Am Freitagabend exhumierten die Behörden Augenzeugenberichten zufolge die Leiche einer Jungen Frau in der Stadt Mandalay. Die 19-Jährige war von Sicherheitskräften erschossen worden. Nach der Untersuchung des Leichnams sei dieser in demselben Grab erneut beigesetzt worden. Das Militär äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang. Die Militärführung in Myanmar hat unterdessen die Übergabe von acht nach Indien geflohenen Polizisten verlangt. Nach Angaben der Behörden im Nordosten Indiens vom Samstag hatten sich die Männer abgesetzt, um nach dem Putsch keine Anweisungen vom Militär befolgen zu müssen. Die indische Seite gab an, weiter in dem Fall zu ermitteln.
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Selbstgebastelte Schilde, Krach und Wäschestücke - Demonstranten in Myanmar versuchen mit allen Mitteln, das Militär in Schach zu halten. Seit Wochen gehen sie gegen den Putsch von Anfang Februar auf die Straße.

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