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Video Nawalny soll in Gefängniskrankenhaus verlegt werden

In dieses Gefängniskrankenhaus in Russland - so die Vermutung - soll der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verlegt werden. Die Entscheidung, dass der 44-Jährige verlegt wird, wurde von der russischen Gefängnisbehörde am Montag bestätigt. Zugleich erklärte sie, Nawalnys Gesundheitszustand sei zufriedenstellend. Er werde täglich von einem Arzt untersucht. Nach Angaben seiner Anhänger ist Nawalnys Zustand dagegen kritisch. Sie fürchten um das Leben des Oppositionellen, der sich nach ihren Angaben seit Ende März im Hungerstreik befindet. Nawalny müsse von Ärzten seines Vertrauens untersucht werden dürfen, fordert der Kardiologe und Nawalny-Untersützer Alexei Erlikh: "Wir müssen weiterhin bitten und fordern, dass unabhängige Ärzte ihn sehen dürfen. Wie ich gehört habe, hat er seinen Hungerstreik nicht beendet. Die Vitamine, die ihm gespritzt werden, sind keine Ernährung. Damit wollen sie nur seinen Körper unterstützen, der gerade einen Hungerstreik durchmacht." Nawalny wurde nach eigenen Angaben von den Behörden mit Zwangsernährung gedroht. Er ist einer der prominentesten Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Er hatte 2020 einen Giftanschlag in Russland überlebt und war in Deutschland ärztlich behandelt worden. Bei der Rückkehr in seine Heimat im Januar wurde er festgenommen und wegen angeblicher Verstöße gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ende März kündigte er in einen Hungerstreik an, weil sich die Behörden nach seiner Darstellung weigerten, ihn wegen akuter Rücken- und Beinschmerzen angemessen zu behandeln. Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, machte die russischen Behörden für Nawalnys Gesundheitslage verantwortlich. Die Situation sei sehr besorgniserregend. Russland müsse für eine Behandlung sorgen, forderte Borrel vor einer Videokonferenz der 27 EU-Außenminister.
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Nach Angaben seiner Anhänger ist der Zustand des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny kritisch.

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