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Video Nigeria: Entführte Studierende freigelassen

Erleichterung im nigerianischen Bundesstaat Kaduna. Fast zwei Monate nach ihrer Entführung sind mehr als 20 StudentInnen und Studenten im Nordwesten des Landes zu ihren Familien zurückgekehrt. Am 11. März waren insgesamt 39 Frauen und Männer aus ihrer forstwirtschaftlichen Bildungseinrichtung entführt worden. Zwischenzeitlich wurden bereits zehn von ihnen freigelassen, zwei weiteren soll nach Angaben der Eltern in dieser Woche die Flucht gelungen sein. Die StudentInnen gaben an, man habe sie in einem Wald festgehalten und immer wieder mit Stöcken und Gewehren geschlagen. Kontakt zu ihren Eltern sei ihnen nur erlaubt gewesen, um Lösegeld zu fordern. Fatima Ibrahim erzählt, sie habe während der Gefangenschaft ihr ungeborenes Baby verloren. Mehrfach habe sie das Bewusstsein verloren. "Die Folter und all die Beleidigungen, ich werde das nie vergessen können." Die Freigelassenen gaben an, man habe ihnen nur ein Mal am Tag zu essen gegeben. Die Entführer hatten sie bereits am Mittwoch gehen lassen. Vor ihrer Rückkehr wurden die Frauen und Männer zunächst medizinisch versorgt. Eltern bestätigten die Zahlung von Lösegeld. Wer dafür aufkam und um welche Summe es sich handelt, war nicht zu erfahren. Der zuständige Gouverneur wollte sich nicht äußern. Seit Dezember sind im Nordwesten Nigerias mindestens 700 Menschen entführt worden. Beobachter zufolge hat sich die Forderung von Lösegeld zu einem weit verbreiteten Geschäftsmodell entwickelt. Wer genau hinter den Entführungen steckt, scheint in vielen Fällen unklar.
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Am 11. März waren ingesamt 39 Frauen und Männer aus ihrem College verschleppt worden. Nach Angaben von Familien floss vor der Freilassung Lösegeld.

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