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Video NRW will besonders bedürftige Geflüchtete aus Moria aufnehmen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet war am Dienstag im Flüchtlingslager in Moria auf der griechischen Insel Lesbos zu Gast. Dort kündigte er an, dass sein Bundesland besonders bedürftige Menschen aufnehmen wird. "Ich habe erwartet, dass man an diesem Ort den Schrecken sieht, der in Europa Realität ist. Wir sind bewusst auch hier hingekommen, um zu zeigen, welche Aufgabe noch vor uns in Europa liegt. Wir diskutieren über viele innenpolitische Fragen. Wir sind in Deutschland sehr beschäftigt mit der Covid- und Corona-Frage. Aber wir haben hier heute gemerkt, Covid und Corona hat hier nochmal eine ganz andere Bedeutung." Daher müsse Deutschland der Aufgabe seiner EU-Ratspräsidentschaft gerecht werden und die Chance nutzen, "eine dauerhafte Lösung zu entwickeln", so Laschet. "Wir dürfen die griechische Regierung mit dieser Situation nicht alleine lassen, auch nicht die Bewohner auf Lesbos, auch nicht die örtlichen Zuständigkeiten, die viel leisten und die genauso durch die Lage belastet sind und sich wahrscheinlich auch eine andere Lage hier auf der Insel wünschen würden." Laschet musste anschließend seinen Besuch aus Sicherheitsgründen abbrechen, berichtete unter anderem die "Tagesschau". Aufgebrachte Flüchtlinge hätten ihn für den deutschen Regierungschef gehalten und wären ihm mit Sprechchören "Free Moria" begegnet. Sicherheitskräfte hätten Laschet abschirmen müssen. Das Flüchtlingslager Moria wurde vor fünf Jahren auf einem ehemaligen Militärareal errichtet. Es soll komplett überbelegt und mit rund 20.000 Bewohnern Europas größtes Flüchtlingslager sein.
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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) war am Dienstag auf der griechischen Insel Lesbos zu Gast. Seinen Besuch musste er aus Sicherheitsgründen abbrechen.

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