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Video Österreich setzt nach Lockdown auf Corona-Massentests

Nach einem Probelauf am Vortag sind am Freitag in Wien die Corona-Massentests in die erste Runde gestartet. Auf sie setzt die österreichische Regierung, um die vergleichsweise hohen Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Das Bundesheer ist behilflich bei der Großaktion mit Antigen-Schnelltests mittels Nasen- oder Rachenabstrich. Nachdem zunächst von technischen Anfangsproblemen bei der Online-Registrierung die Rede war, zeigte sich Armeesprecher Norbert Lick mit Blick auf die Zahl der Testungen zuversichtlich. "Mein Wissensstand ist, 8.000 Personen haben sich bereits angemeldet. Aber natürlich kommen noch laufend Anmeldungen dazu. Grundsätzlich sind wir vorbereitet für 20.000 pro Tag. Aber es ist unser erster Tag. Die Abläufe müssen noch optimiert werden. Also ich rechne heute mit starken 10.000 und in den folgenden Tagen bis zu 20.000 Personen pro Tag." Auch wenn die Abläufe weiter optimiert werden, diejenigen, die die Prozedur hinter sich hatten, waren damit offenbar zufrieden. "Drinnen läuft man anhand eines Leitsystems dann zu den Stationen, wird aufgenommen. Und dann geht das relativ schnell, dass die Probe entnommen wird, und dann wartet man noch kurz 15 Minuten aufs Ergebnis, also sehr gut organisiert." "In meinem Bekanntenkreis sind nicht alle dafür. Sie sind verwundert, dass ich gehe. Und ich bin aber sehr erstaunt und erfreut, dass sich so viele doch melden. Und ich bin dafür, und auch wenn das etwas länger dauert, das macht nichts. Man muss positiv sein und überall mittun, wo man das eingrenzen kann." Auch in Tirol und Vorarlberg liefen die mehrtägigen Testungen am Freitag an. Die restlichen Bundesländer sollen folgen. Die Regierung möchte vor mutmaßlichen Familientreffen zu Weihnachten möglichst viele unentdeckte Infizierte unter den rund 8,9 Millionen Einwohnern der Alpenrepublik rausfiltern. Die lag zuletzt im europäischen Spitzenfeld gemessen an den Neuinfektionen pro Kopf. Mitte November wurde für knapp drei Wochen ein harter Lockdown verhängt. Ab kommendem Montag soll das öffentliche Leben wieder schrittweise hochgefahren werden. Und für den Januar soll ist dann eine zweite Testrunde geplant.
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Nach der Slowakei hat nun auch Österreich mit freiwilligen und kostenlosen Corona-Massentests der Bevölkerung begonnen, um damit die hohen Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.

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