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Video Online-Drogenshop vor Gericht

Vor dem Landgericht Gießen hat am Mittwoch ein Strafprozess gegen die Betreiber einer Drogenplattform im Internet begonnen. Eine Gruppe von elf Personen soll über die Plattform "Chemical Revolution" kiloweise Drogen aller Art verkauft haben. Julia Bussweiler, Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft: "Ja, es handelt sich um Deutschlands größten Online-Drogenshop, über den hier verhandelt werden soll und das Besondere daran dürfte sein, dass auf der Anklagebank Personen sitzen, die sich zum einen nicht kennen, also die nur anonym miteinander kommuniziert haben und auf der anderen Seite aus verschieden Bereichen dieser Betriebsstruktur stammen sollen. Also einerseits der Administrator, der das Ganze ins Leben gerufen haben soll und Personen, die sich um die Einfuhr der Betäubungsmittel gekümmert haben sollen, Personen die mit dem weiteren Transport befasst waren, Personen die Lagerstätten angemietet haben sollen, unter anderem in Ortenberg in der Nähe der Wetterau und Personen, die die Umverpackung der Betäubungsmittel übernommen haben sollen, um sie an die Endkunden transportieren." Hunderte Kilo sämtlicher Drogen wurden laut dem Rechtsanwalt der Verteidigung Dennis Schuchna sichergestellt. Bezahlt wurde mit der Krypto-Währung Bitcoin. Die Verdächtigen aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und der Türkei wurden 2019 festgenommen. Um die derzeit nötigen Coronaregelungen einzuhalten, wurde das Verfahren in die Stadthalle von Gießen verlegt. Hier sollen zunächst 14 Verhandlungstage durchgeführt werden. Das Urteil wird im November erwartet.
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Die Mitglieder der Gruppe kannten sich nicht einmal persönlich und sollen dennoch im Internet gemeinsam kiloweise Drogen verkauft haben.

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