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Video Oregon: Häftlinge helfen in Waldbrand-Gebieten

Diese Gefängnisinsassen schleppen Kettensägen, Äxte und anderes schweres Gerät durch die von knöcheltiefer Asche eingehüllten Berglandschaften von Oregon. Der US-Bundesstaat wurde von heftigen Waldbränden heimgesucht. Für die inhaftierten Männer ist das nichts Neues. Für sechs Dollar die Stunde und die Möglichkeit, mal raus aus dem Gefängnis zu kommen, helfen Insassen in Oregon jedes Jahr während der Waldbrand-Saison. Der Wind hat im Westen der USA am Dienstag etwas nachgelassen. Dieser Tage gilt es, schwelende Glut aufzuspüren, die an manchen Orten neue Brände entfachen kann. Rhett Howerton ist einer der inhaftierten Helfer: „Es gibt den Insassen die Chance, aus der Einrichtung herauszukommen, zu lernen, was es heißt, ein Teammitglied zu sein, zu zeigen, zu was sie in der Lage sind, anstelle nur als Gefangene angesehen zu werden. Und ich bin hier draußen, weil ich den Wald liebe, und es mir eine Art von Bestimmung gibt." Howerton und Co. müssen jeden Morgen um 6.30 aufstehen. Dann geht es in die betroffenen Gebiete. Im Einsatz sind Insassen, die wegen Gewaltverbrechen verurteilt wurden, unter anderem wegen Übergriffen oder Raubüberfällen. Die wegen Sexualverbrechen oder Mordes Verurteilten dürfen nicht an dem Programm teilnehmen. Gefängnismitarbeiter David Halblieb: „Die meisten von ihnen lieben es, und es ist einfach eine gute Erfahrung, in der freien Natur zu sein, halb frei zu sein. Viele von ihnen sagen sogar, dass sie sich entschieden haben, dies auch nach ihrer Freilassung tun zu wollen." Zerstörte Häuser und abgebrannte Wälder ist das, was nach den verheerenden Bränden im Westen der USA übrig bleibt. Im kalifornischen Weinland haben sich die Brände in den Bezirken Napa und Sonoma auf über 16.900 Hektar erstreckt.80 Wohnhäuser wurden laut Angaben der Behörden zerstört, sowie 32 weitere Gebäude. In ganz Kalifornien sind in diesem Jahr bereits 1.5 Millionen Hektar Land abgebrannt, was in etwa der Hälfte der Fläche Belgiens entspricht. So eine hohe Zahl hat es in dem Bundesstaat noch nie gegeben. Extreme Hitze und starke Winde unterstützen die Flammen, was laut einigen Wissenschaftlern auf den Klimawandel zurückzuführen ist.
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Für sechs Dollar die Stunde helfen die Gefängnis-Insassen bei der Bekämpfung der Brandkatastrophe.

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