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Video Oxfam: Soziale Ungleichheit wächst dramatisch

Die Corona-Pandemie verschärft einer Oxfam-Studie zufolge weltweit die soziale Ungleichheit massiv, hier Archivbilder. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Bei den Ärmsten könnte es etwa 14 Jahre dauern, bis sie sich von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholt hätten. In London sagte dazu Gabriela Bucher, geschäftsführende Direktorin von Oxfam International: O-Ton: "Ich glaube, wir bewegen uns wirklich ins Ungewisse. Bei Oxfam messen wir schon seit Jahren die zunehmende Ungleichheit, aber dieses Jahr hat sie sich wirklich verdoppelt. Jedes Land der Erde, wahrscheinlich jedes einzelne Land, wird seine Ungleichheit erhöhen. Das alles passiert also gleichzeitig, das hat es bisher noch nicht gegeben. Wir wissen also nicht, was passieren wird... Wissen Sie, seit Beginn der Aufzeichnungen ist das nicht mehr passiert. Wir müssen uns also wirklich damit auseinandersetzen und auf die gleiche Art und Weise..., denn das geht zusammen mit einer Klimakrise." Das bekannte Vermögen der zehn reichsten Männer der Welt hat sich laut Oxfam in den vergangenen zwei Jahren trotz oder wegen der Pandemie fast verdoppelt, auf nunmehr rund 1,12 Billionen US-Dollar. Von der wachsenden Ungleichheit seien Frauen am stärksten betroffen, insbesondere Frauen aus ärmeren Verhältnissen. Frauen stellten zudem weltweit etwa 70 Prozent der Arbeitskräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Dort seien sie wiederum einem größeren Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken - auch hier eine Kehrseite mit Blick auf die wenigen und männlichen Pandemie-Gewinner.
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Die Entwicklungshilfeorganisation lenkt den Blick auf die wenigen superreichen Männer und die vielen verarmenden Frauen in der Pandemie-Krise, die wiederum zudem von der Klimakrise überschattet werde.

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