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Video Peter Altmaier rechnet nicht mit zweitem Corona-Konjunkturpaket

Die deutsche Wirtschaft ist 2020 wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 5,0 Prozent und damit erstmals seit elf Jahren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Exporte brachen massiv ein, die Firmen kappten ihre Investitionen kräftig und die Verbraucher senkten ihre Ausgaben so stark wie noch nie. Dazu sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: "Das ist eine dramatisch hohe Zahl. Dass sie um fast ein Prozent niedriger ausfällt als die Befürchtungen, die wir zu Beginn der ersten Phase der Pandemie hatten, ist ein schwacher Trost. Aber er zeigt, dass es gelungen ist, mit der Politik der Bundesregierung, die wir parteiübergreifend mit der Unterstützung einer großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger konzipiert und umgesetzt haben, das Ausmaß des Konjunktureinbruchs wirksam bekämpften konnten." Trotz des immer längeren Lockdowns in der Corona-Krise hält Altmaier kein zweites Konjunkturprogramm für nötig. Die Regierung habe 2020 ein 130 Milliarden Euro schweres Paket aufgelegt, aus dem Gelder teilweise erst 2021 wirksam würden: "Ich werde gemeinsam mit dem Finanzminister dafür sorgen, dass wir auch in den nächsten Monaten die erforderlichen finanziellen Mittel bereitstellen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen und die deutsche Wirtschaft vor einem irreversiblen Substanzverlust zu bewahren." Die Industrie hat laut Bundeswirtschaftsministerium Ende 2020 die vom Lockdown gebeutelte Konjunktur stabilisiert. Das Ministerium verweist in seinem am Donnerstag veröffentlichten Lagebericht darauf, dass die Industrieproduktion im November weiter zugenommen hat, ebenso wie die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes.
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Die Regierung habe 2020 ein 130 Milliarden Euro schweres Paket aufgelegt, aus dem Gelder teilweise erst 2021 wirksam würden, so der Bundeswirtschaftsminister.

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