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Video Portugal stöhnt unter steigender Corona-Infektionszahl

In Portugal hat sich die Corona-Krise in den vergangen Tagen dramatisch verschärft. Daher hat die Regierung des Landes nun weitere Maßnahmen ergriffen. Dazu der portugiesische Premierminister Antonio Costa am Donnerstag in Lissabon: "Trotz der außerordentlichen Anstrengungen der Schulen, sich auf einen normalen Schulbetrieb vorzubereiten, müssen wir angesichts dieser neuen Variante und der Geschwindigkeit ihrer Übertragung vorsichtig bleiben. Daher werden alle schulischen Aktivitäten für die nächsten 15 Tage unterbrochen." Gemeint ist die neue britische Virus-Variante, die für einen steilen Anstieg der Infektionskurve gesorgt hat. Das Land mit rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch einen neuen Höchstwert an Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet: Mit fast 14.700 neue Ansteckungen ist dies ein Anstieg gegenüber dem Vortag um rund 40 Prozent. Zu spüren bekommen das auch die Angestellten in den Krankenhäusern, wie Gustavo Carona am Donnerstag in Faro bestätigte: "Die vergangenen zehn Monate haben sich wie ein ganzes Leben angefühlt. Es ist eine nicht enden wollende Herausforderung. Jeder ist am Anschlag. Aber die, die in der ersten Reihe stehen, die sind fast am Ende. Wir sind täglich im Überlebensmodus." Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa war Portugal lange Zeit relativ gut durch die Pandemie gekommen. Doch nach dem Sommer wurde die Situation immer schlimmer. Die Zahl der täglichen Todesfälle erreichte am Donnerstag einen Rekord von 221, womit die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 9.686 stieg.
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Mitarbeiter des Gesundheitswesens sagen, dass sie bereits am Limit sind. Die Regierung hat eine Schließung der Schulen für 14 Tage beschlossen.

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