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Video Präsidentschaftswahl in Polen

In Polen wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt, mehr als 30 Millionen Bürger sind an die Wahlurnen gerufen. Der erste Wahltermin am 10. Mai war wegen der Corona-Krise verschoben worden. Die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hatte sich angesichts guter Sieg-Chancen des Amtsinhabers Andrzej Duda für einen zügigen Nachholtermin ausgesprochen. Der 48-jährige Duda hat angekündigt, die Wirtschaftsprogramme und großzügigen Sozialausgaben der PiS weiter zu stützen. Als Wahlthema in dem überwiegend katholischen Land hatte die Regierungspartei auch immer wieder die Verteidigung traditioneller Familienwerte betont. Die Regierung braucht den Präsidenten zudem, um ihre in der EU umstrittene Justizreform voranzutreiben. Dudas Hauptherausforderer, der Warschauer Bürgermeister Rafal Trzaskowski, versucht, eine progressive Alternative anzubieten und verspricht, Polens Isolation in der EU nach fünf Jahren des Konflikts beenden zu wollen. Die rechtskonservative und euroskeptische polnische Regierung war wiederholt mit der EU-Kommission wegen umstrittener Justizreformen aneinandergeraten. Die Kommission wirft Polen vor, die Unabhängigkeit der Gerichte zu untergraben und damit den Rechtsstaat abzubauen. Neun weitere Kandidaten treten an. Gewinnt keiner mehr als 50 Prozent der Stimmen, soll es eine Stichwahl am 12. Juli geben.
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Der erste Wahltermin am 10. Mai war wegen der Corona-Krise verschoben worden.

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