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Video Proteste gegen Regierung in Serbien halten an

In Serbien hat es am Samstag die fünfte Nacht in Folge Proteste gegen die Regierung und deren Corona-Politik gegeben. Vor dem Parlament in Belgrad versammelten sich Tausende von Menschen. Aber im Unterschied zu den Demonstrationen in den Tagen zuvor verlief alles weitgehend friedlich. "Wir sind hier herkommen, um unsere Unzufriedenheit auszudrücken. Vielleicht können wir damit Veränderungen schaffen - vielleicht aber auch nicht. Aber es liegt an uns, es wenigstens zu versuchen." "Zurzeit haben wir vor allem viele Sprüche und Slogans. Aber was wir wollen, ist der Rücktritt der Regierung, des Diktators. Wir wollen freie Medien, wir wollen echte Informationen über Covid-19 und nicht belogen werden, wie es zurzeit passiert. So, wie ich das sehe, müssen hier jeden Tag protestieren, bis jemand mit uns spricht." "Die Zahl der Menschen hier ist ein wenig zurückgegangen, was nicht gut ist. Es wird eine kritische Masse benötigt - wenn nicht sogar mehr als 100.000 Menschen. Immerhin ist das Gebäude des Präsidenten dort drüben. Es würde ausreichen, diesen Park zu füllen und Vucic würde abtreten." Ähnliche Demonstrationen wie hier in Belgrad gab es auch in anderen Städten des Landes. Die Versammlungen begannen aus Verärgerung über Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung, die die Wirtschaft lähmen. Sie weiteten sich dann aus zu regierungskritischen Protestmärschen, auf denen der Rücktritt von Präsident Aleksandar Vucic gefordert wird. Am Freitagabend war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen Polizeiangaben zufolge 14 Polizisten verletzt und 71 Menschen festgenommen wurden. In Serbien gibt es, bei einer Gesamtbevölkerung von circa 7 Millionen Einwohnern, offiziellen Angaben zufolge bisher rund 18.000 Covid-19-Erkrankungen sowie etwa 400 damit zusammenhängende Todesfälle.
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Vor dem Parlament in Belgrad versammelten sich Tausende von Menschen. Aber im Unterschied zu den Demonstrationen in den Tagen zuvor verlief alles weitgehend friedlich.

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