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Video Proteste in Argentinien gegen Corona-Beschränkungen

Sie haben genug von Ausgangssperren und strikten Corona-Beschränkungen. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires sind am Donnerstag Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um auf ihre schwierige Lage aufmerksam zu machen. Viele von ihnen haben wegen der Corona-Pandemie ihren Job verloren. Nach Angaben der Regierung sind etwa 3,6 Millionen argentinische Familien von Obdachlosigkeit betroffen. Es fehlt das Geld für Nahrungsmittel und Medikamente. Argentiniens Arbeitslosenquote lag im ersten Quartal bei über 10 Prozent. Prognosen zufolge steigt sie im zweiten Quartal auf 14 Prozent. Unter den Demonstranten waren linke Gruppen, Gewerkschaftsmitglieder und Menschen, die sich wegen der Pandemie in ihrer Existenz bedroht fühlen. "Die Familie wird immer größer und das Haus wird immer kleiner. Mein Mann ist wegen der Pandemie arbeitslos geworden. Und wir können die Miete nicht mehr zahlen, wie viele andere Menschen auch." Mit der wirtschaftlichen Not wächst auch die Kritik an Präsident Alberto Fernandez, dem die Demonstranten ein schlechtes Krisenmanagement vorwerfen. Seit März ist Buenos Aires quasi vom Rest des Landes abgeriegelt. Dennoch waren die Corona-Infektionen in Argentinien zuletzt wieder angestiegen. Das Land hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 600.000 bestätigte Coronavirus-Fälle und mehr als 12.400 Tote durch COVID-19 zu verzeichnen.
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Wegen der Pandemie und ihrer Folgen können viele Menschen ihre Miete nicht mehr bezahlen.

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