VG-Wort Pixel

Video Proteste in Madrid gegen neue Corona-Beschränkungen

"Sanchez, Lügner!" und "Regierung, tritt zurück!", rufen diese Demonstranten am Montag in Madrid. In der spanischen Hauptstadt trafen sich zur selben Stunde der Ministerpräsident Pedro Sanchez von den Sozialdemokraten und die Präsidentin der Regionalregierung von Madrid, Isabel Diaz Ayuso von der Konservativen Partei. Die beiden wollten Details der neuen Anti-Coronamaßnahmen besprechen. Seit Montag gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen in Teilen von Madrid. Diese Beschränkungen treffen vor allem Viertel, in denen Menschen mit eher geringen Einkommen leben. Dort waren in den vergangenen Tagen die Zahlen bestätigter Neuinfektionen besonders stark gestiegen. Einer dieser Stadtteile ist Vallecas im Südosten von Madrid: Hier können viele Bürgerinnen und Bürger die Verschärfung nicht verstehen: O-Ton: "Das ist doch fürchterlich und schlecht, denn es diskriminiert uns. Sie sollten lieber die Metro öfter fahren lassen - wir drängen uns in den Zügen wie Sardinen. Ich muss zur Station "Pacifico", und ich will nicht zu nahe an andere Leute heran. Ich weiß gar nicht, was sie genau von uns wollen - sie sagen uns "Haltet Abstand", und dann stopfen sie uns in die Züge wie Sardinen und wundern sich scheinbar, dass wir uns anstecken. Das ist dumm!" O-Ton: "Es ist verrückt. Die Regierung sollte nicht ganze Nachbarschaften bestrafen, sondern uns einfach ernst nehmen. Ich denke, es war nicht korrekt, alle Beschränkungen für den Tourismus aufzuheben, und nun, da die Reisesaison vorbei ist, geht es wieder mit den Einschränkungen los. Die da oben sollten uns bitte ernst nehmen." Spanien hat derzeit mit die höchsten Fallzahlen und Zuwachsraten bestätigter Corona-Fälle in ganz Europa. Allerdings hatte Regierungschef Sanchez erst am Samstag einen weiteren landesweiten sogenannten "Lockdown" erneut ausgeschlossen.
Mehr
Diese Beschränkungen treffen vor allem Viertel, in denen Menschen mit eher geringen Einkommen leben. Dort waren in den vergangenen Tagen die Zahlen bestätigter Neuinfektionen besonders stark gestiegen.

Wissenscommunity


Newsticker