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Video Proteste in Myanmar halten an - Indonesien vermittelt

Drei Wochen nach der Machtergreifung ist es der Junta in Myanmar nicht gelungen, die täglichen Proteste und die Bewegung des zivilen Ungehorsams einzudämmen. Im Rahmen eines Generalstreiks blieben die meisten Geschäfte im Land in dieser Woche geschlossen. Bilder von Donnerstag zeigen Protestierende in der Hauptstadt Naypyitaw, die Gerechtigkeit für den Tod von drei Demonstrierenden forderten. Am Samstag waren bei Protesten für mehr Demokratie zwei Menschen erschossen worden. Zudem kam eine Frau in einem Krankenhaus ums Leben, die vor Wochen bei einer Demonstration angeschossen worden war. Mehrere westliche Länder haben den Putsch und die Gewalt gegen Demonstranten verurteilt. Das Militär wies dies als eklatante Einmischung in Myanmars innere Angelegenheiten zurück. Die Behörden übten derzeit "äußerste Zurückhaltung", erklärte das Außenministerium. Auch die Junta mobilisiert dieser Tage Demonstrationen. Am Donnerstag gingen Hunderte Unterstützer des Regimes auf die Straßen von Yangon. Sie forderten die Anerkennung der Regierung und ein Ende der Proteste. Das Militär hatte am 1. Februar die Regierung gestürzt und die De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen. An dem Tag hätte das im November neu gewählte Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen sollen. Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NDL) hatte die Wahl mit großem Vorsprung gewonnen, das Militär spricht aber von Betrug. Die Protestierenden fordern die Wiedereinsetzung von Suu Kyi. Außerdem wollen sie die Verfassung von 2008 kippen, in der dem Militär eine prägende Rolle in der Politik zugeschrieben wird. Die Armee hat bis 2011 ununterbrochen in Myanmar geherrscht. Indonesien hat sich mittlerweile um einen Dialog bemüht. Die Regierung sei sowohl mit der Militärregierung als auch mit der oppositionellen Zivilregierung in intensiven Gesprächen, um zur Lösung des Problems beizutragen, sagte Außenministerin Retno Marsudi am Mittwoch in Bangkok.
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Seit der Machtergreifung des Militärs sind bereits mehr als drei Wochen vergangen.

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