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Video Prozess um getöteten Feuerwehrmann

Vor dem Landgericht Augsburg hat am Dienstag die Hauptverhandlung gegen drei junge Männer begonnen, denen gefährliche Körperverletzung bzw. Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen wird. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, u.a weil das Opfer Mitglied der Augsburger Berufsfeuerwehr war. Aufgrund des Alters der Angeklagten zur Tatzeit wird nach Jugendstrafrecht verhandelt. Christian Grimmeisen, Sprecher des Landgerichts Augsburg: "Die Jugendkammer verhandelt grundsätzlich nach Jugendstrafrecht, sofern Jugendstrafrecht bei allen Angeklagten angewendet wird, ist bei den beiden Personen, denen gefährliche Körperverletzung zur Last liegt, steht eine Jugendstrafe im Raum, hier im Höchstmaß mit fünf Jahren, im Mindestmaß mit sechs Monaten. Bei der Person, der Körperverletzung mit Todesfolge zur Last gelegt wird, beträgt der Strafrahmen, sofern Jugendstrafe verhängt wird, sechs Monate bis zehn Jahre." Am Abend des 6. Dezember 2019 waren zwei befreundete Paare nach einem Besuch des Augsburger Weihnachtsmarktes auf dem belebten Königsplatz auf eine Gruppe Jugendlicher getroffen. Dabei entwickelte sich zwischen den zwei Männern und den insgesamt sieben Jugendlichen ein Streit. Der damals 17 Jahre alte Haupttäter soll dann den 49-jährigen Feuerwehrmann und Familienvater mit einem einzigen Faustschlag getötet haben. Ein Begleiter des Getöteten wurde geschlagen und getreten. Der Tathergang wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Gegen vier weitere Jugendliche, die während des Tatgeschehens anwesend waren, wurden die Verfahren eingestellt. Das Gericht hat insgesamt acht Verhandlungstage vorgesehen, das Urteil könnte Anfang November verkündet werden.
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Bei einem Streit mit Jugendlichen war mitten in Augsburg ein Familienvater erschlagen worden. Fast ein Jahr nach der Tat hat der Prozess begonnen.

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