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Video Prozessauftakt gegen Mutter von getöteten Kindern

Seit Montag steht in Wuppertal eine Frau wegen des mutmaßlichen mehrfachen Mordes an ihren eigenen Kindern vor Gericht. Die zur Tatzeit 27-Jährige soll laut den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Anfang September vergangenen Jahres fünf ihrer insgesamt sechs Kinder in ihrer Wohnung in Solingen morgens mit einem Medikamenten-Mix in einen Dämmerzustand versetzt und dann getötet haben. Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt: "Sodass ein Schläfrigkeit bis hin zum Schlaf auch eingetreten ist. Und sodann die Kinder einzeln geweckt worden oder wieder leicht erweckt worden und im Badezimmer dann per Hand erstickt beziehungsweise in einzelnen Fällen dann auch der Möglichkeit des Ertrinkens auch gegeben war." Die getöteten Kinder soll die Frau nach der jeweiligen Tat, in Handtücher gewickelt, wieder ins Kinderzimmer zurückgelegt haben. Der einzige überlebende Sohn, damals 11 Jahre alt, war von seiner Mutter am Tattag unter einem Vorwand frühzeitig aus der Schule beordert worden, beide begaben sich im Zug auf den Weg zur Großmutter. Diese alarmierte nach einem Chat mit ihrer Tochter die Polizei. Der Junge fuhr dann alleine weiter mit der Bahn, die Verdächtige warf sich in einem mutmaßlichen Suizidversuch vor einen einfahrenden Zug. Dabei erlitt die Frau schwere Verletzungen. "Ja gut, Auslöser könnte eben diese Beziehungsproblem sein, die schon längere Zeit bestanden. Der Mann lebte schon eine geraume Zeit nicht mehr fest in der Wohnung, war dort nicht mehr gemeldet." Der Tod der Kinder hatten in Solingen und bundesweit Bestürzung ausgelöst, vor dem betreffenden Wohnhaus legten Menschen Blumen, Kerzen und Kuscheltiere ab. Der Verteidiger der Angeklagten Felix Menke: "Ich habe keine Anhaltspunkte dafür, dass sie keine gute Mutter gewesen ist. Auch aus der Akte ergibt sich das meines Erachtens nicht. Es war eine sehr fürsorgliche Mutter, eine alleinerziehende Mutter, die das Leben mit den ganzen Kindern offenbar sehr gut gemanagt hat." Nach Gerichtsangaben aus dem Mai sind für die Hauptverhandlung zunächst zehn Folgetermine bis in den August hinein angesetzt.
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Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen soll sie ihre eigenen fünf Kinder mit einem Medikamenten-Mix in einen Dämmerzustand versetzt und danach getötet haben.

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