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Video Razzia im Clan-Milieu

Ermittler von Bundes- und Landeskriminalamt gehen seit dem frühen Donnerstagmorgen gegen mehrere Verdächtige in Berlin und Brandenburg vor. Im Zusammenhang mit organisierter Clankriminalität durchsuchten mehrere hundert Einsatz- und Spezialeinsatzkräfte gemeinsam mit der Berliner Polizei, der Bundespolizei und Steuerfahndern aus Berlin und Brandenburg Räumlichkeiten unter anderem in Berlin-Neukölln. Die Einsätze richteten sich unter anderem gegen Verdächtige aus einem bekannten arabischstämmigen Clan und "russische Staatsangehörige tschetschenischer Herkunft", wie die Staatsanwaltschaft auf Twitter schrieb. Die beiden Gruppen waren im Herbst 2020 mehrfach in Berlin gewalttätig aufeinander losgegangen. Dazu der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GDP), Benjamin Jendro: "Ja, man muss schon feststellen, dass seit zwei, drei Jahren sowohl in Berlin als auch in Nordrhein-Westfalen mittlerweile das Problem Clankriminalität im Bereich der organisierten Kriminalität auch in den politischen Fokus gerückt ist. Und deswegen auch endlich die politische Rückendeckung da ist. Man macht sich behördenübergreifend auf den Weg. Es ist nicht nur die Polizei, sondern es sind auch andere Behörden. Und das ist sehr, sehr wichtig. Man hat das auch als politisches Ziel forciert. Und das ist sehr, sehr gut, dass der Rechtsstaat mittlerweile zeigt, dass er da ist. Weil die Probleme, die wir heute haben, diese ausufernde organisierte Kriminalität, ist eine Folge dessen, das der Rechtsstaat zu oft, zu lange weggeschaut hat." Zwei Verdächtige wurden den Angaben zufolge verhaftet. Hintergrund der Ermittlungen ist laut Polizei auch der Verdacht auf Handel mit Waffen, Drogen und Sprengstoff sowie der Schutzgelderpressung.
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Rund 500 Ermittler durchsuchten am Donnerstagmorgen 22 Objekte in Berlin und Brandenburg.

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