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Video Rebellen greifen Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik an

In der Zentralafrikanischen Republik haben Rebellen die Hauptstadt angegriffen und versucht, sie unter ihre Kontrolle zu bringen. Sicherheitskräfte hätten den Angriff großer bewaffneter Gruppen aber energisch zurückgeschlagen, teilte Ministerpräsident Firmin Ngrebada am Mittwoch auf Twitter mit. Er rief die Einwohner auf, ruhig zu bleiben. Auch dieser Sprecher der Armee sagte, dass die Situation wieder unter Kontrolle sei. In Bangui waren Explosionen zu hören, mehrere Hubschrauber flogen über der Stadt. Der Angriff stellt eine erhebliche Eskalation der Ende Dezember nach der umstrittenen Präsidentenwahl ausgebrochenen Kämpfe mit Rebellengruppen dar. Die Aufständischen, die vom 2013 abgesetzten Präsidenten Francois Bozize unterstützt werden, haben in den vergangenen Wochen mehrere Städte in der Nähe von Bangui angegriffen. Die Hauptstadt hatten sie bislang aber nicht wie geplant erreicht. Die Rebellen hatten gedroht, die Wahl am 27. Dezember zu stören und auf Bangui zu marschieren, nachdem Bozize die Kandidatur vom höchsten Gericht untersagt worden war. Mit 53 Prozent der Stimmen wurde der seit 2016 amtierende Präsident Faustin-Archange Touadera zum Wahlsieger erklärt. Die unterlegenen Kandidaten zweifeln das Ergebnis allerdings an. Sie werfen der Führung Wahlbetrug vor und argumentieren, nur etwa die Hälfte der 1,8 Millionen Wahlberechtigten habe sich wegen Rebellenangriffen registrieren lassen können. In dem an Gold und Diamanten reichen Land kommt es immer wieder zu Gewalt, seit der damalige Präsident Bozize im Zuge einer Rebellion aus dem Amt vertrieben wurde. Tausende Menschen wurden in den Kämpfen getötet. Mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben. In dem Land leben rund 4,7 Millionen Einwohner.
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Sicherheitskräfte hätten den Angriff großer bewaffneter Gruppen aber energisch zurückgeschlagen, teilte Ministerpräsident Firmin Ngrebada am Mittwoch mit.

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