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Video Rekordverdächtige Fluten im Amazonasgebiet

Die Pegelstände im brasilianischen Amazonasgebiet erreichen rekordverdächtige Werte. Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen im Norden des südamerikanischen Landes geführt. Der Fluss Rio Negro stieg nach Angaben der Behörden am Montag um etwa drei Zentimeter pro Tag an. Flussaufwärts des Amazonas wurden kleine Uferstädte wie Anama mit rund 12.000 Einwohnern komplett überflutet. Die Bewohner räumten vielerorts ihr Hab und Gut vom Boden weg. Sie müssen die Umstände vorerst als gegeben hinnehmen, diese Gruppe entschied sich für ein Volleyball-Spiel im Wasser. Der Mitarbeiter eines Rettungsteams Ezi Marques sagte: "Die Stadt ist zu 100 Prozent überflutet, wir erwarten eine Rekord-Überschwemmung, die noch heftiger wird als die im Jahr 2015, welche bisher die größte war." In Manaus wurden erhöhte Gehwege aus Holz errichtet. Die Häuser von rund 4.700 Familien seien hier in Gefahr, teilten die Behörden mit. Umweltforscher behaupten, dass die Niederschläge zwar von Jahr zu Jahr schwanken, der Klimawandel aber besonders regenreiche Jahre und auch sehr trockene Jahre gebracht habe, die vor allem der Landwirtschaft schaden. Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes könne ebenfalls zu langfristigen Veränderungen beitragen, sagen die Forscher.
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Städte, die direkt am Amazonas ufern, vollständig überflutet. Der Rio Negro steigt nach Angaben der Behörden jeden Tag rund drei Zentimeter an. Manaus errichtete erhöhte Gehwege.

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