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Video RKI-Vizepräsident: Müssen als Gesellschaft zusammenstehen

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Lars Schaade, RKI-Vizepräsident: "Die Fallzahlen sind aber immer noch auf einem zu hohen Niveau. Sie steigen nicht mehr so massiv an, aber sie sinken im Moment leider auch noch nicht. Heute ist die 7-Tages-Inzidenz wieder leicht angestiegen und die Mobilität hat ab Mitte April wieder auf das Niveau vom März 2021 zugenommen. Für Entwarnung ist es also zu früh. Das spiegelt sich nach wie vor auch in den Krankenhäusern wider. Immer mehr Covid-19 Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Zahlen steigen, besonders bei den 35 bis 59-Jährigen. Diese Wochen sind für uns alle schwer. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, damit wir diese dritte Welle so gut wie möglich bewältigen. Wir haben im letzten Jahr und auch in den letzten Wochen gesehen, dass sich sehr viele, vor allem auch jüngere Menschen stark eingeschränkt haben, um Infektionen zu vermeiden. Sie haben dadurch ältere Menschen, die besonders gefährdet sind, und Risikopatienten vor Covid-19 geschützt. Und auch die Kliniken vor einer noch größeren Belastung. Inzwischen sind viele Ältere und Risikopatienten glücklicherweise geimpft. Aber die meisten Menschen, vor allem die unter 60-Jährigen und jüngeren, sind es noch nicht. Für Kinder und Jugendliche steht bisher überhaupt noch kein Impfstoff zur Verfügung. Und dies sind genau die Altersgruppen, in denen die Infektionszahlen zurzeit immer noch sehr hoch sind. Diese jüngeren, noch ungeschützten Mitbürger sind weiter auf die Solidarität der Gesellschaft angewiesen, die sie selbst zum Schutz der Risikogruppen so lange gezeigt haben. Wir müssen uns bitte noch weiter einschränken, damit auch diese Personen eine Chance haben, sich impfen zu lassen, bevor das Virus sie erwischt. Denn auch für die Jüngeren und Gesunden ist dieses Virus nicht harmlos, auch wenn das Risiko für einen tödlichen Verlauf bei den jüngeren Jahrgängen deutlich geringer ist. Schwere Verläufe können auch bei jungen Menschen auftreten. Und wir wissen noch nicht genau, wie viele Personen an den Langzeitfolgen, dem Long-Covid-Syndrom leiden werden. Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass es 10 Prozent sein könnten."
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Der Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, ruft dazu auf, die Einschränkungen weiterhin zu beachten.

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