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Video Seehofer und Merkel wollen weitere 1500 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer haben sich darauf verständigt, weitere 1500 Flüchtlinge von griechischen Inseln nach Deutschland zu holen. Seehofer habe der Kanzlerin diesen Vorschlag gemacht, worauf diese zugestimmt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungs- und Koalitionskreisen. Es gehe um 400 Familien, deren Asylersuchen bereits positiv beschieden worden sei. Die Flüchtlinge kämen nicht nur aus Lesbos und dem dort abgebrannten Lager Moria, wurde betont. Dies sei auch der griechischen Regierung wichtig. Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD hatten sich darauf verständigt, möglichst bis Mittwoch eine Einigung zu erzielen, wie viele Flüchtlinge man zusätzlich zu den bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen aufnehmen wolle. Nach dem verheerenden Brand des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos hatten die griechischen Behörden auf der Insel ein neues, vorläufiges Zeltlager eingerichtet. 600 der insgesamt etwa 12.000 obdachlos gewordenen Migranten seien bislang in das Camp umgesiedelt worden, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Etwa 200 Frauen und Kinder protestierten am Montag dagegen, in das neue Übergangslager einquartiert zu werden. Sie skandierten "Kein Camp! Freiheit!" und forderten, Lesbos ganz verlassen zu dürfen. Das aber verbieten die Behörden der Mehrheit der Migranten. Seitdem das völlig überfüllte Lager am vergangenen Mittwoch beim Ausbruch eines Feuers niederbrannte, müssen Tausende der überwiegend aus Afghanistan, Syrien und Afrika stammenden Migranten im Freien ausharren, ohne Zugang zu ausreichend Nahrung und Wasser oder ordentlichen sanitären Einrichtungen.
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Es gehe um 400 Familien, deren Asylersuchen bereits positiv beschieden worden sei, hieß aus Regierungskreisen.

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