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Video Solaranlage auf dem Dach - Nachfrage erheblich gestiegen

STORY: Solardächer haben derzeit Hochkonjunktur. Nicht zuletzt aufgrund steigender Energiekosten, getrieben durch die Ukraine-Krise und durch Lieferengpässe. Interessenten müssen sich nun gedulden. Jens Rödel ist Geschäftsführer der Firma Rödel Konzept und Handwerk im hessischen Solms und kann ein Lied davon singen. Die Nachfrage nach Photovoltaik sei in den vergangenen Jahren ohnehin schon gestiegen. Seit Februar aber habe diese sich verfünffacht. "Die erhöhte Nachfrage hat natürlich auch einen Einfluss auf die Preisentwicklung in den letzten Wochen und Monaten gehabt. Wir haben bereits im letzten Jahr aufgrund der Rohstoffverknappung schon deutliche Preissteigerungen erfahren. Darüber hinaus ist jetzt durch die Ukrainekrise und auch die Pandemie, in China entsprechende Lockdowns; mit Lieferverzögerungen zu rechnen. Und dies wirkt sich jetzt in den nächsten Wochen und Monaten noch mal verstärkt aus. Das werden wir erst noch zu spüren bekommen, was da auf uns zukommt. Derzeit ist schon so, dass viele Komponenten wie zum Beispiel Wechselrichter in diesem Jahr gar nicht mehr lieferbar sind, nur noch vereinzelt, je nachdem Exoten. Aber im Großen und Ganzen gibt es sehr große Lieferschwierigkeiten. Bei den Preisen ist es leider auch mittlerweile so, dass immer dann der Preis zählt, wenn geliefert wird. Das heißt, wir können heute kaum planen, wissen noch gar nicht, was in mehreren Monaten, wie die Preise sich entwickeln werden." Auch Hausbesitzer und Augenoptikermeister Marco Schnautz setzt auf Solarpanels auf seinem Dach. Er hatte seine Bestellung früh genug aufgegeben. Auch sein erklärtes Ziel: Einsparungen bei den Energiekosten. Mithilfe eines bestellten Speichers sei das auch für den Winter interessant, so sagt er. "Also, wir hatten das Glück, vor der Ukrainekrise diesen Vertrag zu unterschreiben. Das war wirklich drei Tage davor. Und mit der Unterhaltung mit der Firma Rödel, kam natürlich heraus, dass eine Woche danach, nach dem Beginn der Ukrainekrise, dass die Preise sich teilweise nicht verdoppeln, aber halt schon um 40-50 % steigen und dass auch viele Firmen einfach bis Ende des Jahres komplett ausgebucht sind, weil jetzt natürlich jeder es haben möchte. Und wir hatten das Glück, einfach frühzeitig zu unterschreiben und dann auch uns da abzusichern." Der Mangel an essenziellen Komponenten wie etwa Wechselrichtern sei ein Grund für die Verzögerungen, so Norbert Hain, Geschäftsführer des Dachdecker-Innungsverbandes Hessen. "Ich kann berichten, dass unsere Mitgliedsbetriebe uns gegenüber ganz klar signalisieren, dass der Wunsch der Bauherren, sich Photovoltaikanlagen auf das Dach bauen zu lassen, extrem boomt. Das heißt, dass von der Fülle der Anrufe, die bei den Betrieben eingehen, bestimmt mittlerweile die Hälfte in Richtung Photovoltaikanlagen geht." Wer mit der Bestellung seiner Solaranlage also nicht so viel Glück hatte wie Marco Schautz, muss sich nun gedulden - und höhere Preise in Kauf nehmen.
Auch die Kosten einer Photovoltaikanlage haben sich durch Materialmangel und Lieferengpässe deutlich erhöht. Ein Dachdeckermeister aus dem hessischen Solms und ein Bauherr berichten.

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