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Video Sorgen vor dem Schulstart

Alte Schule, altes Haus - vieles sieht dieser Tage anders aus: An der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum laufen derzeit die letzten Vorbereitungen, um die rund 650 Schülerinnen und Schüler in wenigen Tagen so willkommen zu heißen, wie es zu Corona-Zeiten geboten ist: Eingänge und Ausgänge sind streng getrennt, Schilder erinnern an die Hygiene-Regeln, und ein Maskenvorrat soll angelegt werden. Schulleiterin Caroline Treier von dieser privaten Schule sagt, sie sehe dem kommenden Montag trotzdem mit Sorge entgegen. Erst am 4. August, sagt Treier, habe der Berliner Senat einen Musterhygieneplan und einen Handlungsrahmen vorgelegt. O-Ton: "Es gibt keine gruppenbezogenen Tests. Aus meiner Sicht ist es nicht verantwortungsvoll, jetzt die Schüler in den vollen Präsenz-Unterricht zu schicken, wenige Tage vor Schulbeginn den Schulen mitzuteilen, welche Rahmenbedingungen es gibt jetzt auch zu Lerninhalten oder welche Szenarien können entstehen." Auch die Gegebenheiten des Schulgebäudes erschwerten die Einhaltung der geplanten Hygiene-Maßnahmen, sagt Treier. Es gebe zu wenig Waschbecken, und die Gänge seien zu eng. O-Ton: "Es fehlt einfach der Vorlauf. Wir gehen wieder in dieses Hasten hinein, und das sehe ich mit großer Sorge. Wir brauchen jetzt Ruhe. Wir brauchen ein Stück weit Planbarkeit, auch, soweit es geht. Und wir brauchen Freude und Lust hier, um gute Schule zu machen." Aus ihrer Sicht macht die Pandemie viele Probleme sichtbar, die längst vorhanden und bekannt waren, und verstärkt diese noch. In Berlin startet der Unterricht wieder am Montag, dem 10. August.
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Aus Sicht einer Privatschul-Leiterin macht die Pandemie viele Probleme sichtbar, die längst vorhanden und bekannt waren, und verstärkt diese noch. In Berlin startet der Unterricht wieder am Montag, dem 10. August.

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