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Video SPD will mehr Geflüchtete aus Moria aufnehmen

Bilder von dem neu errichteten Geflüchtetencamp auf Lesbos. Noch nicht viele sind hier eingezogen. Viele der auf den Straßen der griechischen Insel ausharrenden Menschen, weigern sich noch, hierherzukommen. Die SPD will binnen 48 Stunden eine Einigung in der großen Koalition zur Aufnahme von mehr Geflüchteten aus dem abgebrannten Lager Moria. Das teilte sie am Montagmorgen mit. "Es geht um einen substanziellen Beitrag, den Deutschland in jedem Fall zu leisten hat", sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Berlin nach Beratungen der Parteispitze. "Es geht schon um etwas, das der Größe Deutschlands in Europa entspricht. Wir sind das Land mit der größten Bevölkerung und der größten Wirtschaftsleistung. Aber wir sind auch nicht alleine, und insofern glaube ich kann jeder sich das genau ermessen, dass es darum geht, dass wir weit mehr tun, als was z.B. jetzt mit dem ersten Schritt verbunden ist." Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Freitag mitgeteilt, Deutschland werde 100 bis 150 unbegleitete Minderjährige aus Moria aufnehmen. Nach Angaben des Ministeriums haben sich insgesamt elf Staaten in Europa bereiterklärt sich zu engagieren. SPD-Chefin Saskia Esken: "Es sind menschenunwürdige Zustände, es ist der Tiefpunkt einer Entwicklung, die beschämend ist für Europa, und deswegen haben wir beschlossen und wollen wir in der Regierung, auch in der Bundesregierung, dafür sorgen gemeinsam, dass Deutschland einen maßgeblichen Beitrag leistet, damit die Menschen dort tatsächlich schnell Rettungen, Hilfe und Rettung erhalten." Auch die Bundesregierung hat durch ihren Regierungssprecher Steffen Seibert einen "substanziellen Beitrag" angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erwarte bis Mittwoch eine Entscheidung. Auf Lesbos harren seit vergangenen Dienstag Tausende Menschen auf den Straßen der Insel aus, weil sie nicht in das neue Camp wollen. Sie befürchten, dass sie dort ein ähnliches Schicksal erwartet, wie zuvor - ein mehrjähriger Aufenthalt ohne Aussicht auf Asyl in einem europäischen Land.
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Vizekanzler Olaf Scholz und die SPD-Parteispitze teilten am Montagmorgen mit, dass sie binnen 48 Stunden eine Entscheidung der Regierung erwarten.

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