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Video Steile Lernkurve bei Covid-19-Behandlung

Nach Angaben des sogenannten Intensivregisters sind zurzeit, Stichtag Freitag, 25. September, rund 300 Patienten mit Covid-19 auf Deutschlands Intensivstationen untergebracht. Etwa sechs Monate sind seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland vergangen und schwer erkrankte Corona-Patienten können bereits deutlich gezielter behandelt werden als noch am Anfang. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin am St. Antonius Hospital in Eschweiler: "Und ganz wichtig, was wir gelernt haben, wir haben gelernt, dass Covid-19 eine Erkrankung ist, wo es zu kleinen Verstopfungen der Gefäße mit Thromben kommt, kleinen Thrombosen, die wir gar nicht sehen können. Das haben wir gelernt über viele Obduktionsserien, die durchgeführt worden sind, vor allen Dingen in Hamburg, wo gezeigt wurde, dass genau die kleinsten Gefäße betroffen sind. Und mittlerweile behandeln wir die Patienten standardmäßig auch mit Blutverdünnung. Das ist, glaube ich, eine zusätzliche Hilfe, so dass wir schon nicht ohne Waffen dastehen, sondern schon in der kürzesten Zeit, Sie müssen sich vorstellen, dass März, April, Mai, Juni, Juli, haben wir doch so vieles gelernt, wie wir noch nie über ein Krankheitsbild gelernt haben, in der Kürze." Auch die Anti-Virus-Substanz Remdesivir und Dexamethason spielen in der Behandlung eine Rolle, erklärt der Arzt: "Wir haben jetzt im Moment das Remdesivir, das ist auch eine Anti-Virus-Substanz. Die hat sich auch bewiesen. Ist nicht ganz so effektiv wie Dexamethason oder Cortison-Präparate. Aber auch das haben wir jetzt in unserem Portfolio. Und wir wissen jetzt, wie wir mit den Patienten frühzeitig umgehen können, wann sie auf die Intensivstation kommen, wie wir sie dann in der ersten Phase behandeln mit nichtinvasiven Beatmungsverfahren und dann genau den Zeitpunkt herauszuarbeiten, wann sie denn auch intubiert werden müssen und beatmet werden müssen. Das haben wir gelernt." Patienten aus einem der ersten Corona-Hotspots in Heinsberg, waren auf Janssens Intensivstation. Mittlerweile sind die Patientenzimmer, die für Covid-19-Intensivpatienten vorgesehen sind, jedoch leerer geworden. Am Freitag war ein Corona-Patient im St. Antonius Hospital stationär aufgenommen worden, der allerdings keine intensivmedizinische Betreuung brauchte. Vier Zimmer hält die Klinik in Eschweiler für die Behandlung von Covid-19-Patienten vor. Aber natürlich ist man hier nicht unglücklich darüber, falls diese Zimmer vorerst weiterhin ungenutzt bleiben sollten.
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Etwa sechs Monate sind seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland vergangen und schwer erkrankte Corona-Patienten können bereits deutlich gezielter behandelt werden als noch am Anfang.

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