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Video Tarifeinigung für öffentlichen Dienst erzielt

Für rund 2,3 Millionen Beschäftigte beim Bund und in den Kommunen steht ein neuer Tarifvertrag. Nach "vier nicht einfachen Tagen" habe sich die Arbeit gelohnt, so Bundesinnenminister Horst Seehofer, der mit Vertretern von Verdi und dem Deutschen Beamtenbund verhandelt hatte am Sonntagmittag. Die Vereinbarung laufe bis Ende 2022. Die 28 Monate stünden für Planungssicherheit auf allen Seiten, so Seehofer. "Insgesamt sind vereinbart in linearen Steigerungen 3,2 Prozent. Die erste Stufe erster April nächsten Jahres, mit 1,4 Prozent, mindestens 50 Euro und die zweite Stufe ab ersten April 2022 um weitere 1,8 Prozent. Die Eckepunkte für diesen Tarifvertrag erfolgen in einer sehr schwierigen Zeit, in einer Pandemie, die unsere Bevölkerung und das ganze Land sehr bewegt und eine Pandemie, die auch gewaltige wirtschaftliche Auswirkungen hat, auch für die öffentliche Hand, finanzielle Auswirkungen. Wir bewegen uns diesem Tarifvertrag aus der Sicht der öffentlichen Arbeitgeber an der Grenze des finanziell Verkraftbaren. Worauf wir ja sehr achten müssen, dass (wir) die Dinge, die wir unseren Beschäftigeten zusagen auch seriös und nachhaltig finanzieren können." Die Einkommen steigen um insgesamt 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung. Verdi und dbb-Tarifunion waren mit der Forderung nach einer Lohnerhöhung um 4,8 Prozent in die dritte Verhandlungsrunde gegangen Seehofers Verhandlungspartner bezeichneten die Einigung als "respektablen Abschluss", der allerdings nicht vollkommen zufriedenstelle. Die Arbeit im Gesundheitsbereich und in der Pflege sei aber aufgewertet worden. Noch in diesem Jahr sollen zudem alle Beschäfigten eine Corona-Prämie von 600 bis 200 Euro ausgezahlt bekommen. Seehofer kündigte an, das Ergebnis werde wirkungsgleich auf die Beamten beim Bund übertragen.
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Nach "vier nicht einfachen Tagen" habe sich die Arbeit gelohnt, so Bundesinnenminister Horst Seehofer am Sonntag in Potsdam. Er hatte mit Vertretern von Verdi und dem Deutschen Beamtenbund verhandelt.

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