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Video Trauer und Entsetzen nach Amokfahrt in Trier

Nach der Amokfahrt in Trier hat die Oberstaatsanwaltschaft erste Ermittlungsergebnisse präsentiert. Der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Täter aus einem terroristischen, religiösen oder politischen Motiv gehandelt hat. Es gebe aber Anhaltspunkte, dass der Mann psychisch krank sei. O-TON PETER FRITZEN, LEITENDER OBERSTAATSANWALT TRIER: "Wir gehen davon aus, dass er bei dem Angriff in der Innenstadt mit dem Fahrzeug heimtückisch handelte und das Fahrzeug als Waffe benutzte und deshalb mit gemeingefährlichen Mitteln handelte. Das erfüllt den Tatbestand des Mordes. Er ist, soweit wir bislang wissen, nicht vorbestraft bislang. Das Motiv der Tat ist bislang noch völlig unklar. Der Beschuldigte wird derzeit momentan vernommen. Er macht auch Angaben, habe ich gehört. Aber die Vernehmung ist noch am Laufen, sodass man sich zu einer etwaigen Motivlage nicht äußern kann." In der Stadt herrschen Entsetzen und Trauer. Oberbürgermeister Wolfram Leibe sprach von dem schwärzesten Tag der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich bestürzt. O-TON MALU DREYER, RHEINLAND-PFÄLZISCHE MINISTERPRÄSIDENTIN(SPD): "Ja, es ist ein ganz, ganz schlimmer Tag für meine Heimatstadt Trier und auch für uns im Land Rheinland-Pfalz. Und natürlich sind unsere Gedanken, unsere Trauer erst einmal bei den ganzen Angehörigen, die jetzt Tote zu beklagen haben, deren Leben von einer Sekunde auf die andere ausgelöscht worden ist durch so eine brutale Tat. Und darunter auch ein Baby, was wirklich so schlimm ist die Vorstellung, dass Eltern den Tod ihres Kindes betrauern müssen. Es ist einfach nur furchtbar. Und wir können jetzt heute nur sagen, dass wir mit unseren Gedanken bei ihnen sind und dass wir natürlich auch bei den Opfern sind, bei den Schwerverletzten und für sie hoffen, für sie beten, dass sie das überleben und dass sie diesen Schreckenstag einfach, dass sie gesunden möglichst bald wieder." Fünf Menschen waren am Dienstagnachmittag ums Leben gekommen, als ein alkoholisierter Mann mit einem SUV im Zickzackkurs durch die Fußgängerzone fuhr. Weitere Menschen mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Polizei konnte den Mann schließlich überwältigen. Bei dem Täter soll es sich um einen 51-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz handeln. Nach Angaben der Polizei hat er inzwischen eine Aussage gemacht. Über den Inhalt wurde bislang nichts bekannt. Am Mittwochvormittag soll der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
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Nach wie vor gibt es keine Hinweise darauf, warum der Mann am Dienstagnachmittag in der Fußgängerzone der Stadt Menschen überfuhr.

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