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Video Türkei und Deutschland streiten über Kontrolle von Frachter auf dem Weg nach Libyen

Die Bundesmarine hat nach einem Einspruch der Türkei die Kontrolle eines nach Libyen fahrenden türkischen Frachters im Mittelmeer abgebrochen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte am Montag in Berlin, dass die Fregatte "Hamburg" die Inspektion des türkischen Frachters beendet habe, nachdem die türkische Seite Widerspruch eingelegt habe. Die deutsche Fregatte ist als Teil der EU-Überwachungsmission Irini im Mittelmeer unterwegs. Sie soll Waffenschmuggel unterbinden. Dabei können im Einvernehmen mit dem Staat, unter dessen Flagge ein Schiff fährt, Kontrollen vorgenommen werden. Im Fall des türkischen Frachters habe es zunächst keinen Widerspruch gegeben, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums. Bis zum Moment des Abbruchs seien keine Waffen gefunden worden. Türkische Sicherheitskreise warfen der Besatzung der Fregatte vor, nicht auf die Autorisierung zur Kontrolle des Frachters gewartet zu haben, der etwa Lebensmittel und Farbe transportiert habe. Vor allem Russland und der Türkei wird vorgeworfen, unterschiedliche Kriegsparteien in Libyen mit Waffen auszurüsten. In dem Land herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg.
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Die deutsche Fregatte "Hamburg" ist als Teil der EU-Überwachungsmission Irini im Mittelmeer unterwegs, die Waffenschmuggel unterbinden soll.

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