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Video Umweltschützer besetzen Braunkohle-Bagger

Umweltschützer haben am Freitag im Braunkohletagebau Garzweiler Bagger des Energiekonzerns RWE besetzt. In der Lausitz soll es eine ähnliche Aktion gegeben haben. Der Protest war vom Anti-Kohle-Bündnis "Einsatz Kohlestopp" und von "Ende Gelände" organisiert worden. Zeitweise wurden bis zu sechs Bagger und auch Förderbänder besetzt. Anlass für die Proteste am Freitag war die gleichzeitig stattfindende RWE-Hauptversammlung. Die Polizei ließ die Bagger räumen, viele Demonstranten sollen sich nach Gesprächen freiwillig zurückgezogen haben, hieß es. Die Proteste richteten sich gegen das Kohlegesetz, das am 3. Juli vom Bundestag beschlossen werden soll. Zara Abullah von der "Aktion Einsatz Kohlestopp": "Es kann nicht sein, dass wir noch 18 lange Jahre weiter hier mit der Kohle unsere Zukunft verfeuern. Es kann nicht sein, dass das das Beste ist, was die Politik uns zu bieten hat. Das ist unwürdig der ganzen Klimabewegung, und das ist nicht dafür, wo wir die ganze Zeit hier auf die Strasse gegangen sind, weiter besetzt haben und hier laut protestiert haben über Jahre. Das kann nicht das Beste sein, was die Politik uns zu bieten hat." Der Energiekonzern RWE kritisiert die Protestaktion als nicht nachvollziehbar. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, sagte, dass sich der Versorger derzeit zu einem der größten Ökostromkonzerne Europas wandele: "Für RWE gilt: Wir steigen konsequent und verantwortungsvoll aus den fossilen Energieträgern aus. Wir haben einen klaren Fokus auf erneuerbare Energien. Und wir stehen zu unserem Ziel klimaneutral bis 2040." Das Kohlegesetzt sieht vor, dass die Kohleverstromung hierzulande bis 2038 beendet werden soll. Im Gegenzug entschädigt der Staat die Versorger mit Milliardensummen.
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Die Proteste richteten sich gegen das Kohlegesetz, das am 3. Juli vom Bundestag beschlossen werden soll.

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