Video UN-Generalsekretär warnt vor "neuem kalten Krieg"

UN-Generalsekretär Antonio Guterres nutzte seine Jahresansprache vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen und sagte am Dienstag, die Welt bewege sich beim Streit zwischen den USA und China in eine gefährliche Richtung: "Ich rufe zu verstärkten internationalen Bemühungen unter Führung des Sicherheitsrates auf, um bis Ende des Jahres einen globalen Waffenstillstand zu erreichen. Wir haben 100 Tage Zeit. Wie ich sagte, die Uhr tickt. Die Welt braucht einen globalen Waffenstillstand, um alle heißen Konflikte zu beenden. Wir müssen alles tun, um einen neuen Kalten Krieg zu vermeiden. Wir bewegen uns in eine sehr gefährliche Richtung. Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften den Globus spalten - jede mit ihren eigenen Handels- und Finanzregeln, eigenem Internet und künstlicher Intelligenz. Eine technologische und wirtschaftliche Kluft droht unweigerlich zu einer geostrategischen und militärischen Kluft zu werden. Diese müssen wir um jeden Preis vermeiden." US-Präsident Donald Trump hat China für dessen Umgang mit der Virus-Pandemie vor der Vollversammlung scharf kritisiert. China habe anfangs fälschlicherweise erklärt, es gebe keine Belege für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch, sagte der US-Präsident in einer aufgezeichneten Rede. Der chinesische Präsident Xi Jinping sagte in einer ebenfalls eingespielten Rede, die Welt müsse gemeinsam gegen die Pandemie vorgehen. Sein Land habe nicht die Absicht, gegen irgendein Land "einen Kalten Krieg oder einen heißen" zu führen. Das Verhältnis zwischen den USA und China ist seit langem stark angespannt.
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Donald Trump kritisiert China vor der UN China - Und Xi Jinping will hingegen "weder Kalten Krieg noch heißen".

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